<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD Journal Publishing with OASIS Tables v3.0 20080202//EN" "journalpub-oasis3.dtd">
<article xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:mml="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" xmlns:oasis="http://docs.oasis-open.org/ns/oasis-exchange/table" xml:lang="de" dtd-version="3.0" article-type="research-article"><?xmltex \bartext{Interface}?>
  <front>
    <journal-meta><journal-id journal-id-type="publisher">GH</journal-id><journal-title-group>
    <journal-title>Geographica Helvetica</journal-title>
    <abbrev-journal-title abbrev-type="publisher">GH</abbrev-journal-title><abbrev-journal-title abbrev-type="nlm-ta">Geogr. Helv.</abbrev-journal-title>
  </journal-title-group><issn pub-type="epub">2194-8798</issn><publisher>
    <publisher-name>Copernicus Publications</publisher-name>
    <publisher-loc>Göttingen, Germany</publisher-loc>
  </publisher></journal-meta>
    <article-meta>
      <article-id pub-id-type="doi">10.5194/gh-77-85-2022</article-id><title-group><article-title>Tauchgänge zur <italic>German Theory</italic></article-title><alt-title>Tauchgänge zur <italic>German Theory</italic></alt-title>
      </title-group><?xmltex \runningtitle{Tauchg\"{a}nge zur \textit{German Theory}}?><?xmltex \runningauthor{B.~Korf et al.}?>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author" corresp="yes" rid="aff1">
          <name><surname>Korf</surname><given-names>Benedikt</given-names></name>
          <email>benedikt.korf@geo.uzh.ch</email>
        <ext-link>https://orcid.org/0000-0002-4836-9929</ext-link></contrib>
        <contrib contrib-type="author" corresp="yes" rid="aff2">
          <name><surname>Rothfuß</surname><given-names>Eberhard</given-names></name>
          <email>eberhard.rothfuss@uni-bayreuth.de</email>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author" corresp="yes" rid="aff3">
          <name><surname>Sahr</surname><given-names>Wolf-Dietrich</given-names></name>
          <email>wolf.sahr@gmail.com</email>
        </contrib>
        <aff id="aff1"><label>1</label><institution>Geographisches Institut, Universität Zürich,
Winterthurerstraße 190, 8032 Zürich, Schweiz</institution>
        </aff>
        <aff id="aff2"><label>2</label><institution>Geographisches Institut, Universität Bayreuth,
Universitätsstraße 30, 95440 Bayreuth, Deutschland</institution>
        </aff>
        <aff id="aff3"><label>3</label><institution>Departamento de Geografia, Universidade Federal do Paraná (UFPR), Curitiba, Brazil</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <author-notes><corresp id="corr1">Benedikt Korf (benedikt.korf@geo.uzh.ch), Eberhard Rothfuß (eberhard.rothfuss@uni-bayreuth.de), and Wolf-Dietrich Sahr (wolf.sahr@gmail.com)</corresp></author-notes><pub-date><day>10</day><month>February</month><year>2022</year></pub-date>
      
      <volume>77</volume>
      <issue>1</issue>
      <fpage>85</fpage><lpage>96</lpage>
      <history>
        <date date-type="received"><day>14</day><month>July</month><year>2021</year></date>
           <date date-type="rev-recd"><day>10</day><month>January</month><year>2022</year></date>
           <date date-type="accepted"><day>18</day><month>January</month><year>2022</year></date>
      </history>
      <permissions>
        <copyright-statement>Copyright: © 2022 Benedikt Korf et al.</copyright-statement>
        <copyright-year>2022</copyright-year>
      <license license-type="open-access"><license-p>This work is licensed under the Creative Commons Attribution 4.0 International License. To view a copy of this licence, visit <ext-link ext-link-type="uri" xlink:href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</ext-link></license-p></license></permissions><self-uri xlink:href="https://gh.copernicus.org/articles/77/85/2022/gh-77-85-2022.html">This article is available from https://gh.copernicus.org/articles/77/85/2022/gh-77-85-2022.html</self-uri><self-uri xlink:href="https://gh.copernicus.org/articles/77/85/2022/gh-77-85-2022.pdf">The full text article is available as a PDF file from https://gh.copernicus.org/articles/77/85/2022/gh-77-85-2022.pdf</self-uri>
      <abstract><title>Kurzfassung</title>

      <p id="d1e118">In this editorial, we sketch the intellectual agenda for a themed issue on
<italic>German Theory</italic>. We understand German Theory as a creative and dialogical space to engage a multitude of thought styles, common in the <italic>Geisteswissenschaften</italic> and to bring them into conversations with anglophone, as much as francophone, lusophone, Italian, Spanish and other forms of <italic>Theory</italic>. This agenda promotes a ‚provincialization‘ of anglophone Geography that is connecting these thought styles rather than confining them to bounded provinces in debate. „German Theory“, thus understood, is ultimately an <italic>entangled theory</italic>.</p>
  </abstract>
    </article-meta>
  </front>
<body>
      

<sec id="Ch1.S1" sec-type="intro">
  <label>1</label><title>Provinzialisierung</title>
      <p id="d1e142"><?xmltex \hack{\vspace*{-1mm}}?>Ist es nicht erstaunlich und bedauerlich, dass in der jüngeren deutschsprachigen Humangeographie eine Auseinandersetzung mit Denkerinnen
und Denkern deutscher Sprache wie Theodor W. Adorno, Hans Blumenberg, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner, Hannah Arendt oder Walter Benjamin nur selten stattfindet, vermutlich weil diese in der anglophonen Geographie nicht so sehr <italic>en vogue</italic> sind? In diesem Themenheft fragen wir uns: Was geht dabei an intellektueller Kreativität verloren? Und: Wie könnte diese Debatte auf die epistemologische Situation bereichernd wirken?</p>
      <p id="d1e149">Eine Beschäftigung mit der deutschsprachigen Geistestradition wäre
sicher kein selbstbezogenes „Einigeln“ in eine heile intellektuelle Vergangenheit nationalsprachlicher Wissenschaften, sondern eher ein Blick „Zurück in die Zukunft“ – Rekonstruktion und Wiederaneignung verschütteter und untergegangener intellektueller Denkwege. Inspiriert von Diskussionen, die ihren Ausgangspunkt 2017 in Seminarräumen am Ufer des Zürichsees genommen haben, versuchen wir, im Dialog mit der dominanten Theoriesprache des anglophonen Mainstreams die deutschsprachige Humangeographie zu <italic>provinzialisieren</italic>, um damit wieder mehr Pluralität und Gleichwertigkeit zwischen den sprachlichen Denkprovinzen herzustellen (vgl. Fall, 2013; Korf et al., 2013; Houssay-Holzschuch und Milhaud, 2013; Houssay-Holzschuch, 2020; Minca, 2000).</p>
      <p id="d1e155"><?xmltex \hack{\newpage}?>Der Begriff der „Provinzialisierung“ geht auf die bahnbrechende Arbeit des indischen Historikers Dipesh Chakrabarty (2000) in der postkolonialen Theorie zurück. „Provinzialisierung“ bedeutet für Chakrabarty, den Universalisierungsanspruch westlicher Theorie einzugrenzen und zu unterlaufen, indem die Kontextbedingungen ihrer Entstehung aufgezeigt werden. Für das akademische Fach der Geographie steht diese „Provinzialisierung“ noch weitgehend aus: Nicht nur besteht weiterhin eine grosse Kluft in der akademischen Wissensproduktion zwischen globalem Norden und Süden (Santos und Meneses, 2020); auch die theoretischen Debatten innerhalb des Nordens verdecken oft sprachliche Hierarchien und Asymmetrien in der Wissensproduktion. Zwar warnt Ulrich Best (2009) zu Recht davor, beide Formen der „Peripherisierung“ auf die gleiche Stufe zu stellen, doch sollten dabei die diskursiven Relationen der Ungleichheit innerhalb des Nordens selbst nicht verschüttet werden.</p>
      <p id="d1e159">Während die internen Diskursgeographien der frühen Nationalstaaten
Frankreich und England sich vor allem auf die Zentren London (mit Oxford/Cambridge) und Paris (mit dem <italic>Quartier Latin</italic>) konzentrierten, haben die späten Nationalstaaten Deutschland und Italien eine multipolarere Diskursgeographie entwickelt, welche sich in Italien auf Venedig, Mailand, Florenz, Rom und Neapel verteilte, oder in Deutschland auf das „nationale“ Weimar und Leipzig, aber auch Königsberg, Breslau, Göttingen, Bonn,<?pagebreak page86?> Heidelberg, Marburg, Freiburg, Tübingen usw. In Deutschland bildeten diese Mittelstädte eines vom Adel geförderten Kulturbürgertums neben den spätgeborenen Universitäten der preussischen Hauptstadt Berlin und der bayerischen Hauptstadt München wichtige intellektuelle Austrahlungspunkte. Insofern ergibt sich aus dem historischen Potential der Multipolarität durchaus eine Möglichkeit, intellektuelle Asymmetrien besser zu verstehen, da sie Bestandteil auch der eigenen Geschichte sind.</p>
      <p id="d1e166">Bemerkenswert ist auch, dass sich durch die Dispersion der deutschen Intellektuellen mit ihrem sprachlich isolierten Diskurs Ende des 19. und
Anfang des 20. Jahrhunderts eine ungeheure internationale Wirkung entfaltete, v. a. in die USA. Dieser Effekt, der z. B. auch die Geographen Franz Boas und Karl Sauer einschloss, wurde später durch die kulturelle und politische Diskriminierung der jüdisch-deutschen Geistestradition verstärkt, die mit der nationalsozialistischen Machtergreifung zu einem Massenexodus jüdischer Intellektueller und deren Denktraditionen in die USA und andere vermeintlich sichere Länder führte. Prominente Beispiele sind hier die Frankfurter Schule oder der Wiener Kreis.</p>
      <p id="d1e169">Auch die intellektuelle Entwicklung des anglophonen Diskurses weist ihre
besondere „Provinzialität“ auf. Dies hat der britische
Literaturwissenschaftler Raymond Williams in seinen beiden Werken „Culture and Society 1780–1950“ (Williams, 1960) und „The Long Revolution“ (Williams, 1961) herausragend dargestellt. Auf den britischen Inseln (und in Neuengland) zeigt sich dabei, wie auch allgemeine Volksbildungsprozesse (Alphabetisierung, Grundschulbildung, imperialistische Ideologie etc.) Geistestraditionen beeinflussten, so dass die Wissenschaft im anglophonen Bereich stärker popularisiert ist als in den elitären
Wissenschaftstraditionen Frankreichs und Deutschlands (vgl. hierzu Lepenies,
1985).</p>
      <p id="d1e172">Heute erscheinen die Rezeptionsmuster des anglophonen Diskurses „global“, und deutschsprachige Denkerinnen und Denker sind für die deutschsprachige Geographie meist erst dann satisfaktionsfähig, wenn diese in der anglophonen Geographie reüssiert haben. So entstand z. B. das deutschsprachige Themenheft zu Peter Sloterdijk in der <italic>Geographica Helvetica</italic> erst, nachdem
Sloterdijk von Stuart Elden (2011) und Nigel Thrift (2009) prominent in den
anglophonen Theoriediskurs eingebracht worden war. Zugleich erfolgte das
Aufgreifen der Arbeiten von Peter Sloterdijk in der anglophonen Geographie
(Elden, 2011) meist ohne intensivere Beschäftigung mit dessen Verankerung im Denken der Philosophischen Anthropologie (v. a. Max Scheler und Helmuth Plessner) und der Phänomenologie (vgl. Boos und Runkel, 2018).</p>
      <p id="d1e178">Vor diesem Hintergrund möchten wir mit diesem Themenheft eine hegemoniale Dynamik unterlaufen, die anglophone Geographie unhinterfragt als
„internationalen“ Standard und <italic>state-of-the-art</italic> akzepiert, dabei aber eigene <?xmltex \hack{\mbox\bgroup}?>Denktraditionen<?xmltex \hack{\egroup}?> negiert. Dabei verstehen wir Provinzialisierung nicht als Rückzug in einen homogenen sprachlichen Diskursraum, sondern als <italic>interkonnektiven</italic> Provinzialismus. <italic>German Theory</italic> wird hier zum Baustein einer <italic>entangled theory</italic><fn id="Ch1.Footn1"><p id="d1e197">In der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft hat sich dieser Begriff schon seit längerem im Rahmen der Globalgeschichte eingebürgert, vgl. z. B. die Übersicht von Pernau (2011) zu unterschiedlichen Verflechtsansätzen wie <italic>connected history</italic>, Transfergeschichte, <italic>histoire croisée</italic>, <italic>entangled history</italic> (Conrad und Randeria, 2002) oder Translokalität (S. 36–85).</p></fn>, die einen kreativen und dialogischen Raum für vielfältige Aneignungsstile geisteswissenschaftlicher Theorien, „Denkstile“ und „Denkstimmungen“ (Fleck, 1980) schafft. Dies ist zugleich ein Versuch, mit der anglophonen Theorie (und anderen) ins partnerschaftliche Gespräch zu kommen. Dazu möchten wir die in der deutschsprachigen Geistesgeschichte entstandenen Denkstile und -stimmungen bewusster und für sich autonomer herausstellen.</p>
      <p id="d1e210">Das Projekt einer Provinzialisierung bleibt also nicht im Formulieren eines
klagenden Unbehagens gegenüber der anglophonen Hegemonie stehen, sondern
versteht sich als ein Angebot, atmosphärische und zeitgeschichtliche
Zusammenhänge von <italic>Theory</italic> offenzulegen und ins internationale diskursive Feld einzubringen. Dieser Ansatz scheint uns wichtig für eine kosmopolitische Geographie (Korf et al., 2013; Minca, 2013). Doch dazu bedarf es zunächst der Aneignung oder Wiederaneignung des bislang vernachlässigten Repertoires.</p>
      <p id="d1e216">Die meisten Beiträge in diesem Themenheft werden sich mit der <italic>German Theory</italic> auf einer Meta-Ebene beschäftigen – als einem aus der Tradition der „Geisteswissenschaften“ hervorgehenden Denkstil. Sie sprechen deshalb eine Sprache, welche nicht immer direkt an den anglophonen Diskurs anschlussfähig ist. So ist z. B. das Fehlen eines adäquaten Begriffes für <italic>Leib</italic> im Neu-Englischen, das nur die Semantik des <italic>body</italic> als Übersetzung von Leib und Körper zugleich kennt, ein ganz wesentliches Hindernis, um in Englisch phänomenologisch zu denken. Hier wäre eine <italic>lecture croisée</italic> geradezu fundamental für die Debatte.</p>
      <p id="d1e232">Deshalb konzentrieren wir uns in diesem Themenheft zunächst auf Ideen und Theorien, die aus diesem „geisteswissenschaftlichen“ Denkstil
entstanden sind, der vor allem in der Hermeneutik, Phänomenologie und
Philosophischen Anthropologie verortet ist. Hier sehen wir einen besonders
grossen Nachholbedarf. Zwar wird Martin Heidegger, wichtiger, aber auch
politisch kompromittierter Denker einer der Hermeneutik und der Phänomenologie anverwandten Philosophie, gerne in der anglophonen Geographie rezipiert, meist aber ohne genauere Kenntnis des geistesgeschichtlichen oder politischen Horizonts seines Wirkens (Korf und
Rowan, 2020; Hepach, 2021). Ein weiteres Desiderat wäre auch die Wiederaneignung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, die vereinzelt zwar in der anglophonen und auch deutschsprachigen Geographie aufgegriffen wird, meist jedoch ohne deren religionsphilosophischen Reflektionshorizont, welcher über eine klassisch historisch-materialistische Rezeption hinausgeht.</p>
      <?pagebreak page87?><p id="d1e235">Provinzialisierung muss unseres Erachtens über mehrere Stufen erfolgen.
Da ist zum einen die Wiederentdeckung des Untergegangenen oder Verschütteteten durch die Vereinseitigung des Eigenen, angesichts der
Vereinseitung des hegemonialen Anderen. Dann erfolgt die Entselbstverständlichung dieses kolonialen Anderen. In einem weiteren
Schritt ermöglicht die relationale Verflechtung ein eher gleichwertiges
Gespräch, um schliesslich über ein erweitertes Bewusstsein (Geist)
auch die Möglichkeit einer Transzendenz zum Anderen zu eröffnen, so
wie das Transzendente des Unbekannten und Übermächtigen in der Religion eingegrenzt wird, um den Raum zu öffnen für die Verbalisierung bisher verschlossener Konnektivitäten (Massey, 2005).</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S2">
  <label>2</label><title>Vereinseitigung(en)</title>
      <p id="d1e246">Ausgangspunkt unserer Provinzialisierung ist die zunehmende Hierarchisierung
des akademischen Wissens in der Humangeographie unter dem Primat der anglophonen Geographie. Eine solche Hegemonie betrifft seit dem zweiten
Weltkrieg viele Sozial- und Kulturwissenschaften sowie teilweise auch die
Geisteswissenschaften. Wie oben erwähnt, ist der Einfluss deutscher
Geisteswissenschaften vor allem über den <italic>brain-drain</italic> jüdisch-deutscher Intellektueller während der Zeit des Nationalsozialismus in die USA und teilweise auch nach Großbritannien dafür mitverantwortlich. Nicht nur die Mitglieder der Frankfurter Schule migrierten, sondern auch angesehene Denkerinnen und Denker aus dem Umfeld des Wiener Kreises, einige Neukantianer wie Ernst Cassirer, aber auch Schülerinnen und Schüler Heideggers wie Hannah Arendt, Hans Jonas, Karl Löwith, oder neo-konservative Denker, z. B. Leo Strauss und Eric Voegelin. Auch in der Geographie gab es einen solchen brain-drain: erinnert sei nur an Alfred Philippson (Sandner, 1990) und Leo Waibel (Schenk, 2013), deren Exilierung bis heute nur wenig in der deutschsprachigen Geographie debattiert wird. In diesem Prozess ging das genuin deutschsprachige intellektuelle Milieu teilweise verloren, denn nur wenige – am prominentesten wohl Theodor W. Adorno und Max Horkheimer als Begründer der Frankfurter Schule oder Karl Löwith, der einem Ruf an die Universität Heidelberg folgte – kehrten nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland zurück.</p>
      <p id="d1e252">Parallel dazu entwickelte sich Englisch als Kolonialsprache (und in einem
geringeren Masse auch Französisch, Spanisch und Portugiesisch) mit dem
<italic>Commonwealth</italic> und den (ehemaligen) Kolonien und Dominions zu einem multi-lokalen und multiethnischen Resonanzraum. Dieser ist zwar auch von internen Ungleichgewichten und postkolonialen Abhängigkeiten geprägt, bietet aber bis heute Akademikerinnen und Akademikern aus den ehemaligen Kolonien ein sprachlich kompatibles Forum, in dem sie ihre eigene Position als <italic>entangled history</italic> (Conrad und Randeria, 2002) in kritischer Abgrenzung mit der ehemaligen Kolonialmacht einbringen. Ein ähnlicher Resonanzraum ging der deutschsprachigen Wissenschaft (und auch der Humangeographie) während der beiden Weltkriege sukzessive – und politisch gewollt – verloren, zumal sich auch andere, vorher eng mit der deutschsprachigen Geographie verbundene Wissenschaftssysteme, z. B. im skandinavischen Sprachraum, aber auch in den Niederlanden, zunehmend der englischen Sprache als <italic>lingua franca</italic> zuwandten. Dadurch wurde aber nicht nur der anglophone Denkstil aufgenommen, sondern es wurden auch anglophone Theorien, Thematiken und Debatten bevorzugt. Katalysator dieser Entwicklungen war dann schliesslich die extreme Konzentration der englischsprachigen Verlagshäuser, welche diese anglophone Hegemonie nicht nur kommerziell stützen, sondern auch bewusst fördern und instrumentalisieren.</p>
      <p id="d1e264">So zeigt sich in der kontinentaleuropäischen Geographie, insbesondere in
jenen europäischen Ländern, die über eine relativ eigensprachliche geistesgeschichtliche Tradition verfügen, v. a. in
Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, immer wieder ein gewisses
Unbehagen über die „anglophone Hegemonie“, welche die in den Milieus anglophoner Geographie(n) und Nachbarfächern gepflegten Denkstile
(Theorien, Schreibstile usw.) als universale Norm der
„Internationalität“ in der Geographie einfordern (Aalbers und Rossi, 2007; Houssay-Holzschuch und Milhaud, 2013; Houssay-Holzschuch, 2020; Korf et al., 2013; Kitchin, 2005; Minca, 2000; Paasi, 2005). Martin Müller (2021) hat detailliert das „linguistische Privileg“ aufgezeigt, welches sich in der Dominanz anglophoner Personen in den entscheidenden Schaltstellen der Disziplin zeigt (z. B. <italic>editorships</italic> in <italic>journals</italic> oder von <italic>handbooks</italic>). Diese Personen bestimmen auch darüber (wenn auch vielleicht ungewollt), welche <italic>Form</italic> und welcher <italic>Inhalt</italic> von Text zu Wort kommt.</p>
      <p id="d1e282">Dabei geht es nicht nur darum, richtiges Englisch zu schreiben, sondern auch
im Sinne der <italic>Doxa</italic> nach Bourdieu (1978) implizite Schreibregeln zu befolgen und eloquent herrschende Diskursbezüge zu bedienen. Die implizite Leseerwartung anglophoner Akademikerinnen und Akademiker zeigt sich, so Juliet Fall (2013), in der Erwartung, <italic>wie</italic> ein adäquater Text zu formulieren und zu strukturieren sei, und <italic>welche</italic> oft modischen, d. h. die Journals in den letzten zwei bis drei Jahren bestimmenden Debatten bedient werden sollen. Sind frankophone oder deutschsprachige Denkstile hiermit nicht kompatibel, werden sie gern als „provinziell“, „old hat“ oder „old-fashioned“, ja vielleicht sogar als „out of date“ entwertet bzw. schlicht ignoriert. Dieser <italic>Vereinseitigung</italic> des (theoretischen) Denkstils setzen wir als Taktik der Provinzialisierung eine Vereinseitung auf der anderen Seite entgegen, die
sich diese eigensprachlichen Denkstile bewusst wiederaneignet.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S3">
  <label>3</label><?xmltex \opttitle{Entselbstverst\"{a}ndlichung}?><title>Entselbstverständlichung</title>
      <p id="d1e306">Ein Problem ist sicherlich, dass anglophone Geographinnen und Geographen die
Folgen ihrer Vereinseitigung des<?pagebreak page88?> Denkstils für die Theoriearbeit kaum
bedenken. Die Provinzialisierung der anglophonen Geographie erfordert
deshalb Taktiken zur <italic>Entselbstverständlichung</italic> ihres Denkstils. Schlottmann und Hannah (2016) sind diesen Fragen auf interessante Art nachgegangen. Sie praktizierten eine <italic>lecture croisée</italic>: Schlottmann las als deutschsprachige Geographin einen anglophonen Schlüsseltext der geographischen Tradition (von John Wiley) und Hannah
als anglophoner Geograph einen deutschsprachigen (von Ulrich Eisel). Dabei
zeigten sich beide immer wieder irritiert über den Denk- und Schreibstil
der jeweils „anderen“ Tradition. Auch wenn sie diese Irritation als <italic>eine potenzielle Bereicherung</italic> ihres eigenen Denkens sehen, erscheinen einige Asymmetrien: Für Matthew Hannah ist das Aufgreifen der Irritation nur <italic>optional</italic>, während es für Schlottmann
<italic>selbstverständlich</italic> ist, sich mit anglophonen Texten auseinanderzusetzen, um international gehört und gelesen zu werden (Schlottmann und Hannah, 2016:98).</p>
      <p id="d1e324">Auch das Projekt einer <italic>German Theory</italic> schlägt Taktiken der
<italic>Entselbstverständlichung</italic> der anglophonen Geographie vor. <italic>German Theory</italic> wird nicht einfach als deutschsprachige Theorie oder als in der deutschsprachigen Geistesgeschichte verankerte Theorie verstanden, wie dies z. B. Steinmetz (2006) vorschlägt, sondern wir wollen <italic>German Theory</italic> als <italic>entangled theory</italic> verstehen – als eine Theorie, die sich im Dialog verflicht, jedoch eingebettet bleibt in die deutschsprachige Geistesgeschichte<fn id="Ch1.Footn2"><p id="d1e343">Eher in unserem Sinn verwendet Hannes Bajohr den Begriff „German Theory“ in einer Rezension zu einem Buch über Hans Blumenbergs Mythentheorie (vgl. Bajohr, 2015:358).</p></fn>. Dabei spielt der Terminus <italic>German Theory</italic> auf eine Rezeptionsdynamik an, welche im Kontext des Poststrukturalismus unter dem Titel <italic>French Theory</italic> debattiert wurde: Hier war es die Rezeption wichtiger französischsprachiger poststrukturalistischer Autorinnen und Autoren
(Deleuze, Derrida, Foucault, Lacan etc.), welche die englischsprachigen
<italic>Cultural Studies</italic> inspirierten, wobei die zitierenden Autorinnuen und Autoren von den originalen Entstehungskontexten abstrahierten und eine eigene, oft einseitige Interpretation der Texte vorgeschlagen hatten, sozusagen als Oberflächenphänomen des Textes, welches den originalen Kontext in den Untergrund verbannte (Bruckner, 2021:14). Diese Operation ist entscheidend, um die internationale Deutungshoheit für die sogenannte
<italic>French Theory</italic> zu beanspruchen; denn eigentlich ist diese <italic>Theory</italic> nicht „französisch“, sondern „anglophon“ (vgl. dazu Cusset, 2008).</p>
      <p id="d1e362">Interessanterweise wurden „Michel Foucault“ und poststrukturalistische Theorien gerade in der frankophonen Geographie lange mit grosser Zurückhaltung bzw. Abwehr angegangen (Claval and Staszak, 2004:319). So beschreibt Juliet Fall (2007) eingehend, wie der Genfer Geograph Claude Raffestin mit seiner Foucault-Rezeption nur wenig Resonanz in der frankophonen Geographie fand. Erst nachdem auch in der französischen
Akademia die Bedeutung der Rezeption der „internationalen Theoriedebatte“ als Gütekriterium angenommen wurde, erfuhr „Foucault“ in den Debatten der frankophonen Kulturgeographie – kurioserweise über den Umweg der <italic>New Cultural Geography</italic> – größere Akzeptanz (Chivallon, 2003; Fall, 2007; Graefe, 2013;
Housssay-Holzschuch und Milhaud, 2013). Auch Yves Lacoste ging es nicht anders mit seinem bahnbrechenden Interview mit Michel Foucault, dem Arbeitskollegen aus Vincennes, welches in der ersten Nummer von <italic>Hérodote</italic> 1977 veröffentlicht wurde und lange in der französischen Geographie unbeachtet blieb (Calbérac, 2021).</p>
      <p id="d1e372">Nun kann man mit dieser Situation der Hegemonie einer anglisierten <italic>Theory</italic> auf zweierlei Weise umgehen: Entweder führt es zur Klage über einen „Verlust“, mit dem Wunsch, die ursprüngliche „Tiefe“ der französischen Denker wieder an die Oberfläche zu holen, oder man begreift es als eine Bereicherung der Theoriediskussion in alle Richtungen, horizontal und vertikal. Wir plädieren für den zweiten Weg, wollen jedoch nicht bei der anglophonen Rezeption stehen bleiben und diese unhinterfragt als internationalen Standard akzeptieren. Stattdessen
möchten wir im Sinne einer <italic>entangled theory</italic> der anglophonen Rezeption anderssprachige Diskursgeographien an die Seite stellen.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S4">
  <label>4</label><?xmltex \opttitle{Verflechtungen: \textit{Entangled Theory}}?><title>Verflechtungen: <italic>Entangled Theory</italic></title>
      <p id="d1e392"><italic>Theory</italic> im Allgemeinen kann nach unserem Dafürhalten in der heutigen globalen Situation immer nur als <italic>entangled theory</italic> verstanden werden. Dabei kommt der Ausdruck <italic>entangled theory</italic> dem nahe, was Claudio Minca als <italic>cosmopolitan theory</italic> bezeichnet hat. In Analogie zur <italic>French Theory</italic> schlägt Minca für die Rezeption von Agamben, Negri, Esposito und anderen italienischen Denkerinnen und Denkern in den anglophonen <italic>Cultural Studies</italic> den Begriff der <italic>Italian Theory</italic> vor und betont: „Italian Theory, is (…) ultimately, a ‚cosmopolitan‘ theory that has travelled and been shaped fundamentally through its travels“ (Minca, 2018:11). Minca zeigt, dass die anglophone Aneignung anderssprachiger Milieus auch neue Impulse für die theoretische Diskussion insgesamt geben kann und in diesem speziellen Fall auch wieder die italienische Politische Philosophie inspirierte. Auch <italic>Italian Theory</italic> ist also keine theoretische Einbahnstraße, sondern vielmehr genau das, was wir als <italic>entangled theory</italic> bezeichnen möchten.</p>
      <?pagebreak page89?><p id="d1e422">In der Tat sind <italic>Italian Theor</italic>y oder <italic>French Theory</italic> auch eng mit Denkanstössen aus der geisteswissenschaftlichen <italic>German Theory</italic> verflochten. So wurden die Arbeiten von Agamben, Derrida, Foucault und anderer Denkerinnen und Denker der <italic>French</italic> und <italic>Italian Theory</italic> ganz wesentlich durch die Schriften Martin Heideggers, Friedrich Nietzsches, aber auch Walter Benjamins beeinflusst. Nicht vergessen werden sollte hier auch die verspätete Rezeption Georg Wilhelm Friedrich Hegels in Frankreich, welche durch die einflussreichen Vorlesungen des russischstämmigen Philosophen Alexandre Kojève an der <italic>Ecole Pratique des Hautes Etudes</italic> einer ganzen Generation französischer Intellektueller vermittelt wurden (Eribon, 1993; Dosse, 2017). Jean-Luc Nancy spricht in diesem Zusammenhang davon, dass sich
„Frankreich zwischen den beiden Weltkriegen tatsächlich sehr stark
philosophisch eingedeutscht hat“ (Badiou und Nancy, 2017:12), und nennt in diesem Zusammenhang auch die Nähe Batailles zu Heidegger. Und Alain
Badiou erkennt in diesen Konstellationen einen „französisch-deutschen Moment …, [der] sich langsam in einen französischen verwandelt hat, bis zu dem Punkt, Frankreich in Amerika zu repräsentieren“ (das wäre dann die <italic>French Theory</italic>). In jüngerer Zeit haben sich auch zwischen der deutschsprachigen und französischsprachigen Geographie interessante Vernetzungen und <italic>debats croisées</italic> ergeben, u. a. in der Disziplingeschichte oder in der Kulturgeographie (z. B. Germes et al., 2011).</p>
      <p id="d1e450">Betrachtet man mit der Brille der <italic>entangled theory</italic> jüngere Theoriedebatten in der anglophonen Geographie, könnte man auch von einer <italic>British Theory</italic> sprechen. So greift zum Beispiel Nigel Thrift einerseits die <italic>French Theory</italic> auf (vor allem die Arbeiten von Gilles Deleuze), verknüpft diese andererseits aber mit Ludwig Wittgenstein (z. B. in Thrift, 2007), wobei zu diskutieren wäre, welcher <italic>Theory</italic>-Baustein des ursprünglich österreichischen Wittgenstein hier gemeint ist. Doreen Massey (2005) wiederum beschäftigt sich in ihren Arbeiten eingehend mit Henri Bergson, bezieht aber gleichzeitig auch Alfred North Whitehead (1979 [1929]) ein. Auch hier handelt es sich also um eine <italic>entangled theory</italic>, welche die Anregungen aus der <italic>French Theory</italic> mit eigenen Denkstilen verflicht, besonders aus dem Feld der analytischen Philosophie, dem u. a. auch Bertrand Russell zuzurechnen ist (vgl. Akehurst, 2010).</p>
      <p id="d1e473">Eine Auseinandersetzung mit einer solchen <italic>British Theory</italic> beschäftigt sich, viel mehr als die <italic>French</italic> und <italic>German Theory</italic>, auch eingehender mit dem sozialtheoretischen Milieu, neben dem geistesgeschichtlichen. Dies hat, wie oben erwähnt, vor allem Raymond Williams in grosser Ausführlichkeit getan, der auch ein prägender Autor der <italic>New Cultural Geography</italic> war (Mitchell, 2000; Horton und Kraftl, 2014), was wiederum den meisten Mitgliedern der deutschsprachigen „Neuen Kulturgeographie“ entgangen ist. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die <italic>British Theory</italic>, im Gegensatz zur kontinentalen, sich vor allem mit Fragen des Materialismus, Empirismus und der Mathematik auseinandersetzt und dabei nicht den französischen Strukturalismus zum Vorbild nimmt, sondern klassische Autoren des Empirimus (Locke, Hume, Hobbes) und dann vor allem A. N. Whitehead. Aus dieser Tradition wird auch der neu-materialistische
Ansatz in der <italic>British Theory</italic> verständlich, dem v. a. in den Debatten um das Anthropozän (Castree, 2017) und die <italic>Non-representational Theo</italic>ry (Lorimer, 2008) eine besondere
Rolle zukommt<fn id="Ch1.Footn3"><p id="d1e498">Hier ergeben sich wiederum neue
Anknüpfungspunkte an die „Theoretische Biologie“ (von Uexküll, 1920) und die mit ihr verbundenen Überlegungen zur Philosophischen Anthropologie (z. B. Plessner, 1980 [1928]; Scheler, 2016 [1928]), die hier jedoch nicht näher ausgeführt werden können. <?xmltex \hack{\break}?><?xmltex \hack{\break}?></p></fn>. Fast könnte man sagen, es handelt sich nach dem <italic>Hype</italic> um Foucault und die <italic>French Theory</italic> um eine „Rückkehr zur Zukunft“, eine Provinzialisierung des britischen Kontexts.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S5">
  <label>5</label><title>Leerstellen</title>
      <p id="d1e519">Als Vorbereitung zum Versuch einer Wiederaneignung möchten wir noch kurz
über die Gründe für die Nichtrezeption der deutschsprachigen Geistesgeschichte in der Geographie spekulieren (vgl. dazu auch: Korf und Verne, 2016). Die Tradition der „Geistesgeschichte“ hat ihre Urspünge im Denken des Idealismus (Hegel und seine „Phänomenologie des Geistes“) und der Romantik (Schelling mit seiner Polarität zwischen Natur und Geist in seiner „Naturphilosophie“). Diesen Kontrast hat schliesslich Wilhelm Dilthey (1970) zu einem methodologischen Gerüst ausgebaut und sich damit für den tiefen Graben zwischen Natur- und Geisteswissenschaften verantwortlich gemacht, der auch althergekommene Brücken in der Geographie einriss.</p>
      <p id="d1e522">Schon seit den 1960er Jahren haben es deshalb vor allem die geisteswissenschaftlichen Denkstile in der deutschsprachigen Geographie
besonders schwer. Dies hängt sicher zum einen mit der Fachgeschichte
zusammen, welche im 19. Jahrhundert, noch vor Friedrich Ratzel, die
Geographie als (materialistische) Erdwissenschaft verstand. Erst die
Einführung des Raumparadigmas durch Friedrich Ratzel selbst, zum
Beispiel in der „Anthropogeographie“, Kapitel 11 (Ratzel, 1921 [1882]:148–164), in der „Politischen Geographie“ (Ratzel, 1923 [1987]:249–343) oder im nachträglich herausgegebenen „Raum und Zeit in der Geographie und Geologie“ (Ratzel, 1907), hat zu einer philosophischen Weitung der Geographie geführt. Der primitiv-positivistische Ansatz des Dritten Reichs und dessen kurzsschlussartige Synthese von Boden, Volk und Raum, welche fatalerweise
schon von Ratzel in Teilen vorgedacht wurde (vgl. Klinke, 2022; Schultz, 1998), hat dann jedoch jegliche theoretische Debatte innerhalb der deutschsprachigen Geographie zum Einsturz gebracht.</p>
      <?pagebreak page90?><p id="d1e525">Nach dem Krieg, der totalen Niederlage und dem intellektuellen Ruin weiter
Teile der deutschen Hochschulgeographie (trotz des anderslautenden Verdikts
von Carl Troll) wurde theoretisches Arbeiten erst wieder über einen
szientistischen Ansatz möglich, welcher aus dem englischsprachigen
Diskurs rückimportiert werden musste (Bartels, 1968; Sedlacek, 1982).
Markantestes Beispiel dafür ist sicher die <italic>Zentrale-Orte-Theorie</italic> Walter Christallers. Auch im Folgenden wurden fast alle theoretisch gewandeten Ansätze in der deutschsprachigen Geographie zunächst über den englischsprachigen Diskurs zurückgeholt, wie die Triade von quantitativer, marxistischer und humanistischer Geographie in den 1960er und 1970er Jahren zeigt. Dem traditionellen deutschsprachigen Diskurs der Geographie dagegen blieb das „nicht-theoretische“ Feld eines traditionalistischen Konventionalismus vorbehalten.</p>
      <p id="d1e531">In der Weimarer Republik gab es jedoch eine durchaus lebhafte geisteswissenschaftliche Debatte in der Geographie, welche in stillerer Form
auch in Fragmenten durch die Zeiten des nationalsozialistischen Regimes
hindurchgerettet wurde (Sahr und Arantes, 2012). Dies wurde jedoch von den
Nachkriegsgeographen und den ganz wenigen Geographinnen rundweg ignoriert,
ja, vielleicht waren diese Debattenkontexte nicht einmal bekannt. Die
Situation ähnelt also durchaus dem oben erwähnten Verhältnis der
französischen Geographinnen und Geographen zum Poststrukturalismus in
den 1970er und 1980er Jahren. Die Einbeziehung der Angewandten Geographie
schliesslich führte nach Wardenga et al. (2011) in den 1980er Jahren zur
Präferenz der Fachverbände für eine szientistisch und
pragmatisch orientierte <italic>Social Theory</italic> (z. B. in der <italic>Regional Science</italic>, vgl. auch Wirth, 1979), welche in den Diplomstudiengängen explizit angewandt wurde.</p>
      <p id="d1e541">Auch in der seit der Jahrtausendwende stattfindenden Rezeption des <italic>cultural turn</italic> wurden die Geisteswissenschaften wieder vorschnell ignoriert, weil die Debatte hier über den Import der <italic>French Theory</italic>, ausgeborgt von der anglophonen Geographie, geführt wurde (vgl. Korf, 2021). Hermeneutische Ansätze dagegen schienen <italic>out of date</italic> zu sein und fristen bis heute in der Humangeographie ein Schattendasein, ausgenommen einige vereinzelte Interpretationsansätze von Birkenhauer (1987), Pohl (1986) und Tzschaschel (1986), welche selbst
kurioserweise die <italic>Humanistic Geography</italic> importierten. Erst der etwas differenziertere Blick auf die Pluralität „epistemologischer Inseln“ (Sahr, 2003a) und die dezidierten Versuche zur Inkorporierung hermeneutischer Traditionen durch Rothfuß (2009), Verne (2012) oder Zahnen (2015) eigneten sich deutschsprachige Geistesgeschichte explizit an. Beide Rezeptionsdynamiken, der Szientismus und die Anglifizierung, verhinderten jedoch, so zumindest unser Eindruck, eine grundlegendere Auseinandersetzung mit den Geisteswissenschaften und blockierten einen nachhaltigen Einzug in humangeographisches Denken und Forschen.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S6">
  <label>6</label><?xmltex \opttitle{K\"{o}rper, Bewusstsein und Geist}?><title>Körper, Bewusstsein und Geist</title>
      <p id="d1e565">In der jüngeren Theoriedebatte hat der <italic>material turn</italic> dazu geführt, dass das, was in den klassischen Geisteswissenschaften als <italic>Geist</italic> bezeichnet wurde, als inkompatibel mit der neuesten Theoriediskussion angesehen wird. „Geist“ wird, wie oben erwähnt, mit Hegel in Verbindung gebracht. Hier jedoch taucht – ähnlich wie beim Leib/Körper-Problem – zum Englischen ein
Übersetzungsgraben auf. Denn das, was deutsch als „Geist“ verstanden wird, teilt sich im Englischen in zwei Begriffe auf: in <italic>spirit</italic> (eine eher noch religiös beeinflusste Konnotation) und in <italic>mind</italic>, ein Terminus aus dem Feld der Bewusstseinskonzepte. Im <italic>material turn</italic> nun hat der Begriff <italic>mind</italic> seinen Platz über die Tradition G. H. Meads (1973 [1934]), Whiteheads (1979 [1929]) oder Batesons (1985 [1971]) gefunden, und so führt dieser Import in der deutschsprachigen Geographie (inklusive seiner französischen Grundlagen à la Bruno Latour) dazu, dass die weitergehende deutsche Konnotation von „Geist“ inkompatibel mit einer Rematerialisierung der Humangeographie (Kazig und Weichhart, 2009) erschien.</p>
      <p id="d1e587">Stattdessen scheint derzeit eher das Gespenst eines <italic>anti-humanistischen Affekts </italic>die Rezeptionsdynamik in der Humangeographie zu bestimmen. Sicher kann dies zunächst auf eine anti-humanistische Lesart Foucaults aus seiner mittleren Phase zurückgeführt werden, so vor allem auf sein berühmtes
Schlussdiktum aus „Die Ordnung der Dinge“: „[…] der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“ (Foucault, 1971:462), welches für die Gründungsphase der Neuen Kulturgeographie
stilbildend war (vgl. z. B. Gebhardt et al., 2003:15; Sahr, 2003b; Glasze und
Mattissek, 2009:28; kritisch dazu: Hannah, 2010). Andererseits wird dieser
anti-humanistische Affekt auch im Denkstil des <italic>material turn</italic>, <italic>more-than-human</italic> und <italic>posthuman geographies</italic> fortgesetzt (vgl. Schurr und Strüver, 2016).</p>
      <p id="d1e602">Eine solche <italic>post</italic>-humanistische, materialistische Lesart von Subjektivität und Bewusstsein, wie sie in der anglophonen Geographie weit verbreitet ist, entwickelte sich insbesondere im Umkreis von Steve Pile und Nigel Thrift (1995) in engem Austausch mit den Neurowissenschaften. So betreibt die <italic>non-representational theory</italic> eine Art „Neuro-Kulturgeographie“ (Korf, 2012). Diese erklärte nicht nur diskurstheoretische Ansätze schon vor einiger Zeit für „tot“ (Thrift und Dewsbury, 2000; Lorimer, 2008), sondern verzichtete auch auf eine Auseinandersetzung mit der Bewusstseinsphilosophie (Husserl) und mit der Philosophischen Anthropologie (Dörfler und Rothfuß, 2018).</p>
      <p id="d1e612">Dadurch ist eine wichtige Einsicht der Lehre der Bewußtseinsphilosophie
seit Hegel (1970/86 [1807]) sowie jene der Phänomenologie seit Husserl (1976 [1936]) verloren gegangen. Beide haben auf ihre je spezifische (und unterschiedliche) Weise darzulegen versucht, daß einzig und allein der Mensch ein Bewußtsein über sich, andere und die Natur ausbilden könne, was als rein menschliche Fähigkeit begriffen werden müsse. Welt sei subjektive Verarbeitung objektiver Zusammenhänge: Diese Idee ist schon bei Fichte angedacht, wird bei Hegel in das <italic>Selbst</italic>bewußtsein übersetzt und nimmt von hier aus seinen Weg als einzigartige reflexive Aufmerksamkeitsstruktur des Menschen auf sich selbst und seine „Stellung im Kosmos“ (Scheler, 2016 [1928]).</p>
      <p id="d1e618">Zugleich sei auch erwähnt, dass in der philosophischen Anthropologie von
Helmuth Plessner die Bewußtseinsphilosophie von Husserl durchaus
kritisch betrachtet wird. Plessner charakterisiert zwar <italic>Bewußtsein</italic> nicht nur als die wesentliche Eigenschaft des Menschen, sondern als Grundlage menschlichen Seins <italic>per se</italic>; er ist sich aber gewahr, nicht das körperliche Sein des Menschen idealistisch zu<?pagebreak page91?> negieren, wie er dies bei Husserl am Werk sieht. Die menschliche Existenz entzieht sich einer rein bewußtseinsimmanenten Betrachtung, ebenso wie einer objektivierenden Sichtweise. In der „exzentrischen Positionalität“ wird die alleinige Fähigkeit des Menschen real, <italic>Ich</italic> zu sich sagen zu <italic>können</italic>. Der Mensch als einzige Lebensform ist eine <italic>Person</italic> (Plessner, 1980 [1928]; Lindemann, 2011).</p>
      <p id="d1e636">Der österreichische Philosoph Alfred Schütz wiederum zieht aus
Husserls <italic>Wesenhaftigkeit</italic> der Dinge die Konsequenz, dass es eine zwar subjektiv erfahrene, aber objektiv erkennbare soziale <italic>Typik</italic> des Alltags gäbe, welche es ermögliche, die Typisierung der Lebenswelt auch auf andere „Sinnprovinzen“ wie Wissenschaft, Traum oder Kunst zu übertragen, welche sich durch eine je spezifische, unterschiedlich intensive „Gerichtetheit“ des Bewußtseins – sogenannten „Bewußtseinsgraden“ – auszeichneten (Schütz, 1993 [1932]). Ohne subjektive Gerichtetheit des menschlichen Bewußtseins gäbe es folglich kein objektives Wissen von der Welt. Dieses Wissen ist
subjektiv-leiblich organisiert, da der Leib Träger solchen Bewußtseins ist.</p>
      <p id="d1e645">Der Leib steht also an der Grenzschicht zwischen innerem Bewusstsein des
<italic>minds</italic> – ein Gedanke, der sich auch bei A. N. Whitehead (1979 [1929]) findet – und den empirischen Erfahrungen des Bewußtsein in der äußeren Welt. Somit ist der Leib keine abgetrennte „kognitive Zentrale“ des Menschen, wie dies der Cartesianismus nahegelegt hat, sondern ein „Zwischenraum“. Es
kann so kein „abstraktes“ und „diskursives“ vom Subjekt losgelöstes Wissen (von) der Welt geben, da alle Wissensformen in Subjekten gründen, die diese erst erkannt und „verarbeitet“ haben (vgl. Dörfler und Rothfuß, 2021). Die englischsprachige Nähe von <italic>mind</italic> zu Bewusstein könnte hier eigentlich eine Brücke schlagen zu den leibtheoretischen Erwägungen, die in der neueren deutschsprachigen Philosophie wieder zum Tragen kommen (z. B. Böhme, 2019; Schmitz, 2007). In der deutschsprachigen Geographie ist dies jedoch wegen der Anglozentrik noch nicht der Fall (bis auf wenige Ausnahmen: z. B. Runkel, 2018).</p>
      <p id="d1e654">Leib als <italic>körperlichen Geist</italic> zu verstehen, ist dabei die große Herausforderung. Die Leibphilosophie beruft sich dafür v. a. auf Arbeiten aus der Philosophischen Anthropologie (Scheler, Gehlen, Plessner) und der Phänomenologie (Husserl, Schütz, später Waldenfels) sowie der Neophänomenologie (Schmitz, 2007; vgl. auch Gugutzer, 2017). Auch wenn diese leibtheoretischen Arbeiten verschiedentlich in der deutschsprachigen Geographie diskutiert wurden (vgl. dazu: Dickel und Keßler, 2019; Dörfler und Rothfuß, 2018, 2021; Ernste, 2004; Hasse, 2014; Korf, 2012; Marquardt, 2015), wurden sie in der Diskussion zum <italic>material turn</italic> nur randständig beachtet.</p>
      <p id="d1e663">Bis heute ist es nicht gelungen, dieses Diskurstableau der 1900–1930er Jahre epistemologisch-historisch ausreichend zu rekonstruieren. Diese phänomenologischen Ansätze entstanden zu einer Zeit, als die
französischspachige Epistemologie (z. B. Gaston Bachelard, 1987 [1938] und Georges Canguilhem, 1979) mit ihrer Forderung einer sozialen Einbettung der Wissenschaft und ihrer Diskurse einen ganz anderen Weg einschlug als die
wissenschaftstheoretisch-methodischen Überlegungen des in Deutschland
dominierenden Neukantianismus, der sich auf methodologische Wahrnehmungsfragen konzentrierte, so z. B. bei Nicolai Hartmann und Hermann Cohen. Diese neukantianischen Debatten kontrastierten mit den damals noch geläufigen monistischen Ansätzen, z. B. des Leipziger
„Positivistenkränzchens“, dem auch Ratzel angehörte, welche den Neukantianismus, aber auch verschiedene Formen des dialektischen
Hegelianismus ablehnten. Hans Blumenberg sieht diese „deutsche
philosophische Situation zu Anfang der zwanziger Jahre bestimmt durch die
Viererkonstellation von Neukantianismus, Phänomenologie,
Lebensphilosophie und Positivismus Prager Herkunft“ (Blumenberg, 2010:22).</p>
      <p id="d1e667">Der „Materialismus“ war in diesem Diskurs immer schon konstitutiv und wurde besonders bei geisteswissenschaftlichen Fragen der Hermeneutik und
Phänomenologie thematisiert. Aus unserer Sicht ist es deshalb bedauerlich, dass weite Teile der Humangeographie seit dem <italic>cultural turn</italic> diese philosophischen Elemente und Kontroversen der Geistesgeschichte schlicht übersprungen oder ignoriert haben. Denn die Frage nach Körper und Geist als konstitutive Bestandteile des Leibes war ein zentrales Feld dieser Auseinandersetzungen, die auch heute noch in den Debatten einer post-humanistischen Geographie anklingen.</p>
      <p id="d1e673">Unser Eindruck ist, dass die diskurstheoretische Fokussierung, welche die
Anfangsphase der Neuen Kulturgeographie stark geprägt hatte, zunächst den Materialismus ausblendete („there is nothing outside the
text“) und dann auch nur sehr wenig mit einer Leibtheorie anfangen konnte („Tod des Subjekts“; vgl. auch Dörfler und Rothfuß, 2013). Mit der „Wiederentdeckung“ des „Materialismus“ (Kazig und Weichhart, 2009) – nun in avantgardistischem Duktus des <italic>new materialism</italic> – folgte ein Ausschlag in die andere Richtung: Die Rezeption – wieder über die anglophone Geographie – führte nun dazu, dass erneut eine engere Auseinandersetzung mit der Leib- und Bewußtseinsphilosophie ausblieb. Um dieses Versäumnis aufzuarbeiten, legt dieses Themenheft einen Schwerpunkt auf die Aufarbeitung dieser Denktradition.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S7">
  <label>7</label><title>Transzendierung durch Theologie?</title>
      <p id="d1e687">Genauso wichtig wie die Wiederbelebung der hermeneutisch-phänomenologischen Debatte erscheint uns eine neue
Interpretation des Denkens der „Frankfurter Schule“. Hier hat die
<italic>Geographische Zeitschrift</italic> gerade ein eigenes Themenheft zur „Geographie mit Adorno“ (Belina und Reuber, 2021) vorgelegt. Darin (und anderswo) liest Chris Philo (2017, 2021) Adorno als Inspiration für mikrologische Untersuchungen einer „Geographie des Kleinen“. Bernd Belina (2020) wiederum hat besonders den Historischen Materialismus im Denken Adornos und<?pagebreak page92?> Horkheimers betont und als vornehmliches Deutungsangebot unterbreitet. Doch hat die „Frankfurter Schule“ insgesamt weder in der anglophonen noch in der deutschsprachigen Geographie eine grosse Resonanz gefunden. Besonders in Hinsicht auf den für die Frankfurter Schule zentralen Begriff der <italic>Totalität</italic>, sei es als über allem stehenden Gesetz, sei es als die Vernunft übersteigende Sphäre der Göttlichkeit, gibt es wenig Überlegungen.</p>
      <p id="d1e696">Vielleicht liegt diese zögerliche Rezeption daran, dass Michel Foucault,
der in der kritischen Geographie lange eine zentrale theoretische Bezugsperson war (und noch ist), sein ambivalentes Verhältnis zur Frankfurter Schule dahingehend zum Ausdruck gebracht hat, dass er die
Immanenz des Humanen betonte (Wolf, 2014:207 ff.). Diese Ambivalenz wurde
auch von der anderen Seite geteilt: So bezeichnete Jürgen Habermas
Foucaults genealogischen Ansatz als „relativistische und kryptonormative Scheinwissenschaft“ (Habermas, 1985:324). Erst Axel Honneth, dessen Arbeiten ebenso wie diejenigen von Rahel Jaeggi in der Geographie vereinzelt aufgegriffen worden sind (z. B. Hannah, 2019; Rothfuß, 2012; Boamah und Rothfuß 2020), hat eine erneute Annäherung zwischen der Frankfurter Schule und Foucaults genealogischem Ansatz möglich gemacht (Honneth, 1985, 2005, 2007). Dies könnte aus unserer Sicht auch Aufforderung für eine erneuerte Rezeption der Frankfurter Schule in der Kritischen Geographie sein.</p>
      <p id="d1e699">Während der säkuläre sozialwissenschaftliche Diskurs oft im
dialektischen Materialismus stecken bleibt, wird der transzendentale Aspekt
der Debatte ausgeblendet, weil er zu sehr „stört“, vielleicht auch belastet. Die religionsphilosophische Grundierung der Kritischen Theorie
wird deshalb kaum reflektiert, noch deren theologisches Umfeld<fn id="Ch1.Footn4"><p id="d1e702">Zum Umfeld der Kritischen Theorie gehört v. a. die Theologie von Paul Tillich, die auf dem Entfremdungsgedanken zwischen dem Zeitlichen und Ewigen beruhte, und die sogenannte „Dialektische Theologie“ Karl Barths, welche – ohne direkten Bezug zur Frankfurter Schule – einer Theologie des Wortes Gottes die Krisenphänomene der Moderne gegenüberstellte.</p></fn>. In seinen geschichtsphilosophischen Thesen bezeichnet Walter Benjamin den „historischen Materialismus“ mit dem Bild einer „Puppe in türkischer Tracht“. Ein unsichtbarerer „buckliger Zwerg“ lenke „die Puppe an Schnüren“. Der Zwerg ist  hier die Theologie, „die heute bekanntlich klein und hässlich ist“ (Benjamin, 1977:251). Doch sollten wir den Zwerg nicht unterschätzen, lenkt dieser doch die Puppe (den Historischen Materialismus). Zugleich gibt es hinreichende Indizien, dass auch Adorno und Horkheimer auf theologische Figurationen zurückgegriffen haben, um ihrer Hoffnung auf Utopie und vielleicht sogar Erlösung Ausdruck zu verleihen (vgl. Brumlik, 2014:103 ff.; Nagl-Docekal, 2020). So formulierten sie in der <italic>Dialektik der Aufklärung</italic>: „Nicht um die Konservierung der
Vergangenheit, sondern um die Einlösung der vergangenen Hoffnung ist es
zu tun“ (Horkheimer und Adorno, 1971 [1969]:4).</p>
      <p id="d1e709">Die heftigen Kontroversen, die das theologisch grundierte Vokabular bei
Adorno und Horkheimer, Benjamin, auch Kracauer (1979)<fn id="Ch1.Footn5"><p id="d1e712">Eine
besonders interessante Studie von Kracauer ist „Der Detektiv-Roman. Ein
philosophisches Traktat“ (Kracauer, 1979), der voller religiöser und geographischer Anspielungen ist.</p></fn> und Ernst Bloch (1985) in „Das Prinzip Hoffnung“<fn id="Ch1.Footn6"><p id="d1e716">Ernst Bloch stellt sogar einen direkten Zusammenhang zwischen geographischen und religiösen Utopien her.</p></fn> unter linken Theoretikerinnen und Theoretikern in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960 und 1970er Jahren ausgelöst hat, sollten zumindest nicht leichtfertig übergangen werden, ebenso wenig wie die vielfältigen Diskussionen im Umkreis von Jacob Taubes, die sich mit religionsphilosophischen Hintergründen auch der Frankfurter Schule (z. B. über ihren vermeintlichen Gnostizismus) auseinandersetzen. Taubes ist auch wegen seiner Auslegungen der Paulus-Briefe ein wichtiger Anknüpfungspunkt jüngerer theoretischer Debatten. Von seinen Lektüren aus lassen sich wieder vielfältige Verbindungslinien zurück in die <italic>Italian Theory</italic> knüpfen, z. B. zu Giorgio Agamben in <italic>Die Zeit, die bleibt</italic> (Agamben, 2006), und erneut spinnt sich ein polylogisches Netz als <italic>entanglements</italic> der <italic>German Theory</italic>, nun auch zur <italic>French Theory</italic>, z. B. zu Alain Badious „Paulus“ (Badious, 2002), oder auch zu Slavoj Žižek (2000) und dessen Relektüren der Pauluslektüren linker Theoretikerinnen und Theoretiker.</p>
      <p id="d1e737">Anscheinend haben diese Autorinnen und Autoren weit weniger Hemmschwellen,
sich eine theologische und religionsphilosophische Geistesgeschichte für
eine dezidiert linke Theorie anzueignen, als es in der deutschsprachigen oder anglophonen Humangeographie üblich ist, wo diese Theoretiker sehr wohl rezipiert werden, deren religionsphilosophische Aneignungspraxis aber nicht weiter vertieft oder gegengelesen wird. Gleiches gilt auch für die Aneignung des Denkens Carl Schmitts, dessen theologische Grundierung (und
gnostizistische Denkweise, die auch seinen tiefsitzenden Antisemitismus
begründet) kaum berücksichtigt wird, wenn sein – politisch höchst problematisches – Denken für linke Theorie fruchtbar gemacht
wird (Korf und Rowan, 2020). Diese fehlende „Musikalität“ für religionsphilosophische Resonanzräume in diesen Theoriedebatten mag mit einer Marginalisierung der Religionsgeographie im Fach zusammenhängen (vgl. hierzu Henkel, 2011; Korf, 2018), die jedoch dringend hinterfragt werden sollte. Dann eröffnen sich auch bei der Lektüre der Frankfurter Schule neue Perspektiven einer <italic>entangled theory</italic>.</p>
</sec>
<sec id="Ch1.S8" sec-type="conclusions">
  <label>8</label><?xmltex \opttitle{\textit{Have Fun}}?><title>
        <italic>Have Fun</italic>
      </title>
      <?pagebreak page93?><p id="d1e755">Die Leerstellen, welche wir in diesem Themenheft um- und beschreiben, liegen
wie Wrackteile versunkener Schiffe am Meeresgrund in den Sedimenten kontinentaler Geistestraditionen. Leerstellen sind immer <italic>kontingent</italic>, das heisst, die Erinnerung an sie verändert sich ständig und verändert auch die Traditionen selbst. In der Geschichte des Faches sind deshalb Rezeptionsdynamiken und das Vergessen auch <italic>umkehrbar</italic>, so dass Schiffwracks mitunter auch wieder geborgen und restauriert werden können, ja manchmal gelingt es sogar, dabei auch versunkene Schätze zu heben. Taktiken der Provinzialisierung sind dann nichts anderes als Tauchgänge zu geistesgeschichtlichen Grundlagen, in diesem Fall zur <italic>German Theory</italic>. Sie öffnen Möglichkeitsräume der <italic>entangled theory</italic>, in denen die Wrackteile archäologisch freigelegt, geborgen, restauriert, renoviert und neu in Wert gesetzt werden.
Dazu versteht sich unser Editorial als Ermunterung und Einladung. Theoriearbeit zu provinzialisieren bedeutet hier, einen <italic>interkonnektiven und horizontalen Provinzialismus</italic> zu entwickeln, in der Erwartung gegenseitiger Bereicherung. Die Früchte dieses Themenheftes
zur <italic>German Theory</italic> stellen deshalb ein konstruktives Angebot dar, Theorie in der Humangeographie dialogisch zu befruchten. So kann <italic>entangled theory</italic> inspirieren und Spass machen – ganz im Sinne von Juliet Falls Diktum: „Isn't the diversity, helped by bridges and go-betweens, rather fun, too?“ (Fall, 2013:58).</p>
</sec>

      
      </body>
    <back><notes notes-type="dataavailability"><title>Datenverfügbarkeit</title>

      <p id="d1e784">Für diesen Artikel wurden keine Datensätze
genutzt.</p>
  </notes><notes notes-type="authorcontribution"><title>Autorenmitwirkung</title>

      <p id="d1e790">Alle drei Autoren haben gleichwertig an der Konzeption, der Ausarbeitung, Verschriftlichung und Überarbeitung des Textes mitgewirkt.</p>
  </notes><notes notes-type="competinginterests"><title>Interessenkonflikt</title>

      <p id="d1e796">Die Autor*innen erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.</p>
  </notes><notes notes-type="disclaimer"><title>Haftungsausschluss</title>

      <p id="d1e803">Anmerkung des Verlags: Copernicus Publications bleibt in Bezug auf gerichtliche Ansprüche in veröffentlichten Karten und institutionellen Zugehörigkeiten neutral.</p>
  </notes><ack><title>Danksagung</title><p id="d1e809">Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich am Zürichsee und in Würzburg zu Gesprächskreisen zusammengefunden haben und sich mit uns <italic>German Theory</italic> durch vielfältige Lektüren und Diskussionen
angeeignet haben: Tobias Boos, Jos de Mul, Mirca Dickel, Peter Dirksmeier,
Thomas Dörfler, Pascal Goeke, Olivier Graefe, Matt Hannah, Holger Jahnke, Nadine Marquard, Johannes Quack, Simon Runkel, Antje Schlottmann,
Raji Steineck, Julia Verne. Auch danken wir allen Beitragenden und Mitdiskutierenden auf der Fachsitzung „German Theory“, die wir auf dem Deutschen Kongress für Geographie in Kiel im Oktober 2019 moderiert haben. Sie haben dazu beigetragen, <italic>German Theory</italic> in einem anderen Diskussionszusammenhang weiterzuführen.</p></ack><notes notes-type="reviewstatement"><title>Begutachtung</title>

      <p id="d1e820">This paper was edited by Nadine Marquardt and reviewed by one anonymous referee.</p>
  </notes><?xmltex \hack{\newpage}?><ref-list>
    <title>Literatur</title>

      <ref id="bib1.bib1"><label>1</label><?label 1?><mixed-citation>Aalbers, M. B. und Rossi, U.: A coming community: young geographers coping
with multi-tier spaces of academic publishing across Europe, Soc. Cult.
Geogr., 8, 233–302, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/14649360701360220" ext-link-type="DOI">10.1080/14649360701360220</ext-link>, 2007.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib2"><label>2</label><?label 1?><mixed-citation>
Agamben, G.: Die Zeit, die bleibt: Ein Kommentar zum Römerbrief, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-12453-6, 2006.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib3"><label>3</label><?label 1?><mixed-citation>
Akehurst, T. L.: The Cultural Politics of Analytic Philosophy: Britishness
and the Spectre of Europe, Contiuum, London, ISBN 978-1-441-12657-3, 2010.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib4"><label>4</label><?label 1?><mixed-citation>
Bachelard, G.: Die Bildung des wissenschaftlichen Geistes. Beitrag zu einer
Psychoanalyse der objektiven Erkenntnis, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28268-7, 1987 [1938].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib5"><label>5</label><?label 1?><mixed-citation>
Badiou, A.: Paulus. Die Begründung des Universalismus, Diaphanes,
Zürich, ISBN 978-3-935-30048-3, 2002.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib6"><label>6</label><?label 1?><mixed-citation>
Badiou, A. und Nancy, J.-L.: Deutsche Philosophie: Ein Dialog, Matthes &amp; Seitz, Berlin, ISBN 978-3-957-57350-6, 2017.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib7"><label>7</label><?label 1?><mixed-citation>Bajohr, H.: Book Review: Angus Nicholls. Myth and the Human Sciences: Hans
Blumenberg's Theory of Myth, 2015, Ger. Rev., 90, 358–361,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/00168890.2015.1096176" ext-link-type="DOI">10.1080/00168890.2015.1096176</ext-link>, 2015.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib8"><label>8</label><?label 1?><mixed-citation>
Bartels, D.: Zur wissenschaftstheoretischen Grundlegung einer Geographie des
Menschen, Steiner, Wiesbaden, ISBN 978-3-515-00526-5, 1968.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib9"><label>9</label><?label 1?><mixed-citation>
Bateson, G.: Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische,
biologische und epistemologische Perspektiven, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28171-0, 1985 [1971].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib10"><label>10</label><?label 1?><mixed-citation>Belina, B.: Die geographischen Grenzen abstrakter Gleichheit, Geogr. Helv.,
75, 371–380, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-75-371-2020" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-75-371-2020</ext-link>, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib11"><label>11</label><?label 1?><mixed-citation>
Belina, B. und Reuber, P.: Geographie mit Adorno: Editorial zum Themenheft,
Geogr. Z., 109, 67–72, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib12"><label>12</label><?label 1?><mixed-citation>
Benjamin, W.: Illuminationen: Ausgewählte Schriften, Suhrkamp, Frankfurt
am Main, ISBN 978-3-518-36845-9, 1977.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib13"><label>13</label><?label 1?><mixed-citation>Best, U.: The invented periphery: constructing Europe in debates about
„Anglo hegemony“ in geography, Soc. Geogr., 4, 83–91,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/sg-4-83-2009" ext-link-type="DOI">10.5194/sg-4-83-2009</ext-link>, 2009.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib14"><label>14</label><?label 1?><mixed-citation>
Birkenhauer, J.: Hermeneutik: Ein legitimer wissenschaftlicher Ansatz in der
Geographie?, Geogr. Z., 75, 111–121, 1987.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib15"><label>15</label><?label 1?><mixed-citation>
Bloch, E.: Das Prinzip Hoffnung, 3 Bde., Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28154-3, 1985.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib16"><label>16</label><?label 1?><mixed-citation>
Blumenberg, H.: Theorie der Lebenswelt, Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-58540-5, 2010.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib17"><label>17</label><?label 1?><mixed-citation>Boamah, F. und Rothfuß, E.: Practical recognition as a suitable pathway
for researching just energy futures: Seeing like a modern electricity user
in Ghana, Energ. Res. Social Sci., 60, 1–12, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1016/j.erss.2019.101324" ext-link-type="DOI">10.1016/j.erss.2019.101324</ext-link>, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib18"><label>18</label><?label 1?><mixed-citation>
Böhme, G.: Leib. Die Natur die wir selbst sind, Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-29870-1, 2019.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib19"><label>19</label><?label 1?><mixed-citation>Boos, T. und Runkel, S.: Einführung: Die ungeheuerliche Raumphilosophie
von Peter Sloterdijk, Geogr. Helv., 73, 261–272,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-73-261-2018" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-73-261-2018</ext-link>, 2018.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib20"><label>20</label><?label 1?><mixed-citation>Bourdieu, P.: Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen
Urteilskraft, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28258-8, 1978.
 </mixed-citation></ref><?xmltex \hack{\newpage}?>
      <ref id="bib1.bib21"><label>21</label><?label 1?><mixed-citation>
Bruckner, P.: Ein nahezu perfekter Täter: Die Konstruktion des
weißen Sündenbocks, Tiamat, Berlin, ISBN 978-3-893-20281-2, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib22"><label>22</label><?label 1?><mixed-citation>
Brumlik, M.: Vernunft und Offenbarung: Religionsphilosophische Versuche,
EVA, Hamburg, ISBN 978-3-825-70189-5, 2014.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib23"><label>23</label><?label 1?><mixed-citation>Calbérac, Y.: Close Reading Michel Foucault's and Yves Lacoste's
Concepts of Space Through Spatial Metaphores, Le Foucauldien, 7, 1–21,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.16995/lefou.90" ext-link-type="DOI">10.16995/lefou.90</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib24"><label>24</label><?label 1?><mixed-citation>
Canguilhem, G.: Wissenschaftsgeschichte und Epistemologie: Gesammelte
Aufsätze, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-07886-0, 1979.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib25"><label>25</label><?label 1?><mixed-citation>Castree, N.: Speaking for the ‚people disciplines‘: Global change science and its human dimensions, Anthropocene Rev., 4, 160–182,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/2053019617734249" ext-link-type="DOI">10.1177/2053019617734249</ext-link>, 2017.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib26"><label>26</label><?label 1?><mixed-citation>
Chakrabarty, D.: Provincializing Europe: Postcolonial Thought and Historical
Difference, Princeton University Press, Princeton, ISBN 978-1-400-82865-4, 2000.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib27"><label>27</label><?label 1?><mixed-citation>Chivallon, C.: Country reports: A vision of social and cultural geography in
France, Soc. Cult. Geogr., 4, 401–417, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/14649360309079" ext-link-type="DOI">10.1080/14649360309079</ext-link>, 2003.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib28"><label>28</label><?label 1?><mixed-citation>Claval, P. und Staszak, J. F.: Confronting Geographic Complexity: Contributions from some Latin Countries, Geo J., 60, 319–320, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1023/B:GEJO.0000042966.38755.da" ext-link-type="DOI">10.1023/B:GEJO.0000042966.38755.da</ext-link>, 2004.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib29"><label>29</label><?label 1?><mixed-citation>
Conrad, S. und Randeria, S. (Hrsg.): Jenseits des Eurozentrismus:
Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften,
Campus, Frankfurt, ISBN 978-3-593-37036-1, 2002.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib30"><label>30</label><?label 1?><mixed-citation>
Cusset, F.: French theory: how Foucault, Derrida, Deleuze, &amp; Co. transformed the intellectual life of the United States, University of Minnesota Press, Minneapolis, London, ISBN 978-0-8166-4733-0, 2008.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib31"><label>31</label><?label 1?><mixed-citation>Dickel, M. und Keßler, L.: Zwischen sinnlichem Erleben und sprachlich-rationalem Begreifen: Zur Reflexion der ästhetischen
Dimension der Forschung in der Geographie, Europa Regional, 26, 52–64,
<uri>https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-63918-6</uri> (letzter Zugriff: 4. Februar 2022), 2019.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib32"><label>32</label><?label 1?><mixed-citation>
Dilthey, W.: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-07954-6, 1970.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib33"><label>33</label><?label 1?><mixed-citation>
Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Postkonstruktivismus – Jenseits von
Postmoderne und cultural turn, Ber. Deutsch. Landskund., 87, 195–203, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib34"><label>34</label><?label 1?><mixed-citation>Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Lebenswelt, Leiblichkeit und Resonanz:
Eine raumphänomenologisch-rekonstruktive Perspektive auf Geographien der
Alltäglichkeit, Geogr. Helv., 73, 95–107, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-73-95-2018" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-73-95-2018</ext-link>, 2018.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib35"><label>35</label><?label 1?><mixed-citation>Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Sozialer Raum als vergessene mathesis universalis der Phänomenologie? Eine raum- und leibbezogene Perspektive auf die Strukturen der Lebenswelt, in: Mathesis universalis – Die aktuelle Relevanz der „Strukturen der Lebenswelt“, Herausgeber: Dreher, J., Springer, Wiesbaden, 143–170, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1007/978-3-658-22329-8_8" ext-link-type="DOI">10.1007/978-3-658-22329-8_8</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib36"><label>36</label><?label 1?><mixed-citation>Dosse, F.: Gilles Deleuze, Feliz Guattari, Turia <inline-formula><mml:math id="M1" display="inline"><mml:mo>+</mml:mo></mml:math></inline-formula> Kant, Wien, Berlin,
ISBN 978-3-85132-871-4, 2017.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib37"><label>37</label><?label 1?><mixed-citation>
Elden, S.: Sloterdijk Now, Polity, London, ISBN 978-0-745-65676-2, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib38"><label>38</label><?label 1?><mixed-citation>
Eribon, D.: Michel Foucault: Eine Biographie, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-39586-8, 1993.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib39"><label>39</label><?label 1?><mixed-citation>Ernste, H.: The pragmatism of life in poststructuralist times, Environ. Plan. A, 36, 437–450, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1068/a3653" ext-link-type="DOI">10.1068/a3653</ext-link>, 2004.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib40"><label>40</label><?label 1?><mixed-citation>Fall, J. J.: Lost geographers: power games and the circulation of ideas within Francophone political geographies, Prog. Hum. Geogr., 31, 195–216,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/0309132507075369" ext-link-type="DOI">10.1177/0309132507075369</ext-link>, 2007.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib41"><label>41</label><?label 1?><mixed-citation>Fall, J. J.: Thinking spaces of writing and engagement, Geogr. Helv., 68,
57–59, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-68-57-2013" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-68-57-2013</ext-link>, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib42"><label>42</label><?label 1?><mixed-citation>
Fleck, L.: Entstehung und Entwicklung einer Wissenschaftlichen Tatsache:
Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv, Suhrkamp,
Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-27912-0, 1980.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib43"><label>43</label><?label 1?><mixed-citation>
Foucault, M.: Die Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-27696-9, 1971.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib44"><label>44</label><?label 1?><mixed-citation>
Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.: Kulturgeographie –
Leitlinien und Perspektiven. in: Kulturgeographie: Aktuelle Ansätze und
Entwicklungen, Herausgeber: Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.,
Spektrum, Heidelberg, Berlin, 1–27, ISBN 978-3-8274-1393-1, 2003.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib45"><label>45</label><?label 1?><mixed-citation>Germes, M., Glasze, G., und Weber, F.: „Neue Kulturgeographie“ – Débats et perspectives au sein de la nouvelle géographie culturelle
germanophone, Cybergeo, 556, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.4000/cybergeo.24727" ext-link-type="DOI">10.4000/cybergeo.24727</ext-link>, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib46"><label>46</label><?label 1?><mixed-citation>
Glasze, G. und Mattissek, A.: Diskursforschung in der Humangeographie:
Konzeptionelle Grundlagen und empirische Operationalisierungen, in: Handbuch
Diskurs und Raum: Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie
die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung, Herausgeber: Glasze, G. und Mattissek, A., Transcript, Bielefeld, 11–59, ISBN 978-3-8376-1155-7, 2009.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib47"><label>47</label><?label 1?><mixed-citation>Graefe, O.: The reflexive turn in French and German-speaking geography in
comparison, Geogr. Helv., 68, 61–64, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-68-61-2013" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-68-61-2013</ext-link>, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib48"><label>48</label><?label 1?><mixed-citation>Gugutzer, R.: Leib und Situation. Zum Theorie- und Forschungsprogramm der
Neophänomenologischen Soziologie, Z. Soziol., 46, 147–166,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1515/zfsoz-2017-1009" ext-link-type="DOI">10.1515/zfsoz-2017-1009</ext-link>, 2017.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib49"><label>49</label><?label 1?><mixed-citation>
Habermas, J.: Der philosophische Diskurs der Moderne, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28349-3, 1985.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib50"><label>50</label><?label 1?><mixed-citation>
Hannah, M.: Foucaults Schatten, Ber. Deutsch. Landeskund., 84, 297–299, 2010.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib51"><label>51</label><?label 1?><mixed-citation>
Hannah, M.: Direction and Socio-Spatial Theory: A political economy of
oriented practice, Routledge, London, ISBN 978-0-367-58317-0, 2019.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib52"><label>52</label><?label 1?><mixed-citation>
Hasse, J.: Was Räume mit uns machen – und wir mit ihnen: Kritische
Phänomenologie des Raumes, Karl Alber, Freiburg, München, ISBN 978-3-495-48638-2, 2014.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib53"><label>53</label><?label 1?><mixed-citation>
Hegel, G. W. F.: Phänomenologie des Geistes, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28203-8, 1970/86 [1807].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib54"><label>54</label><?label 1?><mixed-citation>Henkel, R.: Are Geographers Religiously Unmusical? Positionalities in
geographical research on religion, Erdkunde, 65, 389–399,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.3112/erdkunde.2011.04.05" ext-link-type="DOI">10.3112/erdkunde.2011.04.05</ext-link>, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib55"><label>55</label><?label 1?><mixed-citation>Hepach, M. G.: Entangled phenomenologies: Reassessing (post-)phenomenology's
promise for human geography, Prog. Hum. Geogr., 45, 1278–1294,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/0309132520987308" ext-link-type="DOI">10.1177/0309132520987308</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib56"><label>56</label><?label 1?><mixed-citation>
Honneth, A.: Kritik der Macht: Reflexionsstufen einer kritischen Gesellschaftstheorie, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28338-7, 1985.</mixed-citation></ref>
      <?pagebreak page95?><ref id="bib1.bib57"><label>57</label><?label 1?><mixed-citation>
Honneth, A.: Verdinglichung: Eine anerkennungstheoretische Studie, Suhrkamp,
Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29727-8, 2005.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib58"><label>58</label><?label 1?><mixed-citation>
Honneth, A.: Pathologien der Vernunft: Geschichte und Gegenwart der Kritischen Theorie, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29435-2, 2007.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib59"><label>59</label><?label 1?><mixed-citation>
Horkheimer, M. und Adorno, T.: Dialektik der Aufklärung: Philosophische
Fragmente, Fischer, Frankfurt, ISBN 978-3-596-27404-8, 1971 [1969].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib60"><label>60</label><?label 1?><mixed-citation>
Horton, J. und Kraftl, P.: Cultural Geographies, Routledge, London, New
York, ISBN 978-0-273-71968-7, 2014.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib61"><label>61</label><?label 1?><mixed-citation>Houssay-Holzschuch, M.: Making the provincial relevant? Embracing the
provincialization of continental European geographies, Geogr. Helv., 75, 41–51, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-75-41-2020" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-75-41-2020</ext-link>, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib62"><label>62</label><?label 1?><mixed-citation>Houssay-Holzschuch, M. und Milhaud, O.: Geography after Babel – a view from
the French province, Geogr. Helv., 68, 51–55, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-68-51-2013" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-68-51-2013</ext-link>, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib63"><label>63</label><?label 1?><mixed-citation>
Husserl, E.: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Husserliana Band VI, Nijhoff, Den Haag,
ISBN 978-94-010-1336-9, 1976 [1936].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib64"><label>64</label><?label 1?><mixed-citation>
Kazig, R. und Weichart, P.: Die Neuthematisierung der materiellen Welt in der Humangeographie, Ber. Deutsch. Landeskund., 83, 109–128, 2009.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib65"><label>65</label><?label 1?><mixed-citation>Kitchin, R.: Disrupting and destabilizing Anglo-American and English-language hegemony in geography, Soc. Cult. Geogr., 6, 1–15,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/1464936052000335937" ext-link-type="DOI">10.1080/1464936052000335937</ext-link>, 2005.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib66"><label>66</label><?label 1?><mixed-citation>
Klinke, I.: Life, Earth, Colony: Friedrich Ratzel's Necropolitical Geography, Michigan University Press, Ann Arbor, im Erscheinen, 2022.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib67"><label>67</label><?label 1?><mixed-citation>
Korf, B.: Neuro-Kulturgeographie, Geogr. Z., 67, 77–84, 2012.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib68"><label>68</label><?label 1?><mixed-citation>Korf, B.: „Wir sind nie säkular gewesen“: Politische Theologie und die Geographien des Religiösen, Geogr. Helv., 73, 177–186,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-73-177-2018" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-73-177-2018</ext-link>, 2018.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib69"><label>69</label><?label 1?><mixed-citation>Korf, B.: „German Theory“: Cosmopolitan geographies, counterfactual intellectual histroies and the (non)travel of a „German Foucault“, Environ. Plan. D, 39, 925–944, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/0263775821989697" ext-link-type="DOI">10.1177/0263775821989697</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib70"><label>70</label><?label 1?><mixed-citation>Korf, B. und Rowan, R.: Arcane geopolitics: Heidegger, Schmitt and the political theology of Gnosticism, Polit. Geogr., 80, 102159,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1016/j.polgeo.2020.102159" ext-link-type="DOI">10.1016/j.polgeo.2020.102159</ext-link>, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib71"><label>71</label><?label 1?><mixed-citation>Korf, B. und Verne, J.: Editorial: Geographie als Geisteswissenschaft –
Geographie in den Geisteswissenschaften, Geogr. Helv., 71, 365–368,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-71-365-2016" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-71-365-2016</ext-link>, 2016.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib72"><label>72</label><?label 1?><mixed-citation>Korf, B., Klauser F., Söderström O.: Editorial: Les fabriques des
„geographies“ – making academic geographies in Europe, Geogr. Helv., 68, 1–6, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-68-1-2013" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-68-1-2013</ext-link>, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib73"><label>73</label><?label 1?><mixed-citation>
Kracauer, S.: Der Detektiv-Roman: Ein philosophischer Traktat, Suhrkamp,
Frankfurt, ISBN 978-3-518-27897-0, 1979.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib74"><label>74</label><?label 1?><mixed-citation>
Lepenies, W.: Die drei Kulturen: Soziologie zwischen Literatur und Wisssenschaft, Hanser, München, Wien, ISBN 978-3-596-15518-7, 1985.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib75"><label>75</label><?label 1?><mixed-citation>Lindemann, G.: Der menschliche Leib von der Mitwelt her gedacht, Deut. Z.
Philos., 59, 1–13, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1524/dzph.2011.0047" ext-link-type="DOI">10.1524/dzph.2011.0047</ext-link>, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib76"><label>76</label><?label 1?><mixed-citation>Lorimer, H.: Cultural Geography: Non-Representational Conditions and
Concerns, Prog. Hum. Geogr., 32, 551–59,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/0309132507086882" ext-link-type="DOI">10.1177/0309132507086882</ext-link>, 2008.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib77"><label>77</label><?label 1?><mixed-citation>Marquardt, N.: Das Regieren von Emotionen in Räumen des betreuten Wohnens, Geogr. Helv., 70, 175–184, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-70-175-2015" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-70-175-2015</ext-link>, 2015.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib78"><label>78</label><?label 1?><mixed-citation>
Massey, D.: For Space, Sage, London, ISBN 978-1-412-90362-2, 2005.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib79"><label>79</label><?label 1?><mixed-citation>
Mead, G. H.: Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des
Sozialbehaviorismus, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-27628-0, 1973 [1934].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib80"><label>80</label><?label 1?><mixed-citation>Minca, C.: Guest Editorial: Venetian Geographical Praxis, Environ. Plan. D,
18, 285–289, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1068/d1803ed" ext-link-type="DOI">10.1068/d1803ed</ext-link>, 2000.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib81"><label>81</label><?label 1?><mixed-citation>Minca, C.: (Im)mobile Geographies, Geogr. Helv., 68, 7–16,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-68-7-2013" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-68-7-2013</ext-link>, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib82"><label>82</label><?label 1?><mixed-citation>Minca, C.: The cosmopolitan geographer's dilemma: Or, will national geographies survive neo-liberalism?, Geogr. Z., 106, 4–15, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.25162/GZ-2018-0001" ext-link-type="DOI">10.25162/GZ-2018-0001</ext-link>, 2018.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib83"><label>83</label><?label 1?><mixed-citation>
Mitchell, D.: Cultural Geography: A Critical Introduction, Blackwell,
Oxford, Malden, ISBN 978-1-557-86892-3, 2000.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib84"><label>84</label><?label 1?><mixed-citation>Müller, M.: Worlding geography: From linguistic privilege to decolonial
anywheres, Prog. Hum. Geogr., 45, 1440–1466, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1177/0309132520979356" ext-link-type="DOI">10.1177/0309132520979356</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib85"><label>85</label><?label 1?><mixed-citation>Nagl-Docekal, H.: Nach einer erneuten Lektüre: Max Horkheimer, Die
Sehnsucht nach dem ganz Anderen, Deut. Z. Philos., 68, 659–688,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1515/dzph-2020-0046" ext-link-type="DOI">10.1515/dzph-2020-0046</ext-link>, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib86"><label>86</label><?label 1?><mixed-citation>Paasi, A.: Globalisation, academic capitalism, and the uneven geographies of
international journal publishing spaces, Environ. Plan. A, 37, 769–789,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1068/a3769" ext-link-type="DOI">10.1068/a3769</ext-link>, 2005.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib87"><label>87</label><?label 1?><mixed-citation>
Pernau, M.: Transnationale Geschichte, Vandenhoek &amp; Ruprecht, Göttingen, ISBN 978-3-846-33535-2, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib88"><label>88</label><?label 1?><mixed-citation>Philo, C.: Squeezing, bleaching, and the victims' fate: Wounds, geography,
poetry, micrology, GeoHumanities, 3, 20–40, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/2373566X.2017.1291311" ext-link-type="DOI">10.1080/2373566X.2017.1291311</ext-link>, 2017.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib89"><label>89</label><?label 1?><mixed-citation>Philo, C.: Nothing-much geographies, or towards micrological investigations,
Geogr. Z., 109, 73–95, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.25162/gz-2021-0006" ext-link-type="DOI">10.25162/gz-2021-0006</ext-link>, 2021.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib90"><label>90</label><?label 1?><mixed-citation>
Pile, S. und Thrift, N.: Mapping the Subject: Geographies of cultural transformation, Routledge, London, New York, ISBN 978-0-415-10226-1, 1995.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib91"><label>91</label><?label 1?><mixed-citation>
Plessner, H.: Die Stufen des Organischen und der Mensch, Gesammelte Schriften, Bd. IV, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29227-3, 1980 [1928].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib92"><label>92</label><?label 1?><mixed-citation>
Pohl, J.: Geographie als hermeneutische Wissenschaft: Ein Rekonstruktionsversuch, Münchner Geographische Hefte, 52, Kallmünz,
ISBN 978-3-7847-6052-0, 1986.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib93"><label>93</label><?label 1?><mixed-citation>
Ratzel, F.: Raum und Zeit in der Geographie und Geologie, Herausgeber: Barth,
P., Leipzig, 1907.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib94"><label>94</label><?label 1?><mixed-citation>
Ratzel, F.: Anthropogeographie. Erster Teil: Grundzüge der Anwendung der
Erdkunde auf die Geschichte, 2. Aufl., Engelhorn, Stuttgart, 1921 [1882].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib95"><label>95</label><?label 1?><mixed-citation>
Ratzel, F.: Politische Geographie, 3. Aufl., Oldenbourg, München, Berlin, 1923 [1897].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib96"><label>96</label><?label 1?><mixed-citation>
Rothfuß, E.: Intersubjectivity, intercultural hermeneutics and the recognition of the other – Theoretical reflections on the understanding of
alienness in human geography research, Erdkunde, 63, 173–189, 2009.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib97"><label>97</label><?label 1?><mixed-citation>
Rothfuß, E.: Exklusion im Zentrum: Die brasilianische Favela zwischen
Stigmatisierung und Widerständigkeit, Transcript, Bielefeld, ISBN 978-3-8376-2016-0, 2012.</mixed-citation></ref>
      <?pagebreak page96?><ref id="bib1.bib98"><label>98</label><?label 1?><mixed-citation>Runkel, S.: Collective Atmospheres: Phenomenological explorations of
protesting crowds with Canetti, Schmitz, and Tarde, Ambiances, 4, 1067, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.4000/ambiances.1067" ext-link-type="DOI">10.4000/ambiances.1067</ext-link>, 2018.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib99"><label>99</label><?label 1?><mixed-citation>
Sahr, W.-D.: Der Cultural Turn in der Geographie: Wendemanöver in einem
epistemologischen Meer, in: Kulturgeographie: Aktuelle Ansätze und
Entwicklungen, Herausgeber: Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.,
Spektrum, Heidelberg, 231–250, ISBN 978-3-8274-1393-1, 2003a.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib100"><label>100</label><?label 1?><mixed-citation>
Sahr, W.-D.: Das verHANDELNte ich und seine raumWELTEN. Überlegungen zu
einer postmodernen Sozialgeographie, Jenaer Geographische Manuskripte, 30,
9–29, 2003b.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib101"><label>101</label><?label 1?><mixed-citation>Sahr, W.-D. und Arantes, L.: A profusão das teorias espaciais e a fusão do espaço geográfico: Alfred Hettner e o projeto corológico, GEOgraphia (Niteroi), 13, 106–135,
<ext-link xlink:href="https://doi.org/10.22409/GEOgraphia2011.v13i25.a13618" ext-link-type="DOI">10.22409/GEOgraphia2011.v13i25.a13618</ext-link>, 2012.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib102"><label>102</label><?label 1?><mixed-citation>
Sandner, G.: Zusammenhänge zwischen wissenschaftlichem Dissens, politischem Kontext und antisemitischen Tendenzen in der deutschen Geographie 1918–1945: Siegfried Passarge und Alfred Philippson, in: Philipsson-Gedächtnis-Kolloquium 13. November 1989, Herausgeber: Ehlers, E., Dümmlers, Bonn, 35–50, ISBN 978-3-427-74201-6, 1990.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib103"><label>103</label><?label 1?><mixed-citation>
Santos, B. S. und Meneses, M. P. (Hrsg.): Knowledges Born in the Struggle:
Constructing the Epistemologies of the Global South, Routledge, New York,
London, ISBN 978-0-367-36207-2, 2020.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib104"><label>104</label><?label 1?><mixed-citation>
Scheler, M.: Die Stellung des Menschen im Kosmos, Hofenberg, Berlin, ISBN 9783843017640, 2016 [1928].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib105"><label>105</label><?label 1?><mixed-citation>
Schenk, W. (Hrsg.): Leo Waibel – zur Rezeption seiner Arbeiten in Brasilien, Afrika und Deutschland, Colloquium Geographicum, 34, Verger, Bergisch Gladbach, ISBN 978-3-931219-48-2, 2013.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib106"><label>106</label><?label 1?><mixed-citation>
Schlottmann, A. und Hannah, M.: Fragen des Stils/Questions of style, ACME, 15, 81–103, 2016.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib107"><label>107</label><?label 1?><mixed-citation>
Schmitz, H.: Der Leib, der Raum und die Gefühle, Aisthesisverlag,
Edition Sirius, Bielefeld, Locarno, ISBN 978-3-89528-610-0, 2007.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib108"><label>108</label><?label 1?><mixed-citation>
Schultz, H. D.: Herder und Ratzel: Zwei Extreme, ein Paradigma?, Erdkunde, 52, 127–143, 1998.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib109"><label>109</label><?label 1?><mixed-citation>Schurr, C. und Strüver, A.: „The Rest“: Geographien des
Alltäglichen zwischen Affekt, Emotion und Repräsentation, Geogr.
Helv., 71, 87–97, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-71-87-2016" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-71-87-2016</ext-link>, 2016.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib110"><label>110</label><?label 1?><mixed-citation>
Schütz, A.: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Suhrkamp, Frankfurt
am Main, ISBN 978-3-518-27692-1, 1993 [1932].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib111"><label>111</label><?label 1?><mixed-citation>Sedlacek, P. (Hrsg.): Kultur-/Sozialgeographie, Schöningh, Paderborn
u. a., ISBN 978-3-506-99326-7, 1982.
 </mixed-citation></ref><?xmltex \hack{\newpage}?>
      <ref id="bib1.bib112"><label>112</label><?label 1?><mixed-citation>Steinmetz, G.: Decolonizing German theory: an introduction, Postcolon. Stud., 9, 3–13, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1080/13668250500488793" ext-link-type="DOI">10.1080/13668250500488793</ext-link>, 2006.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib113"><label>113</label><?label 1?><mixed-citation>
Thrift, N.: Non-Representational Theory, Routledge, London, ISBN 978-0-415-39321-8, 2007.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib114"><label>114</label><?label 1?><mixed-citation>Thrift, N.: Different atmospheres: of Sloterdijk, China, and site, Environ.
Plan. D, 27, 119–138, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1068/d6808" ext-link-type="DOI">10.1068/d6808</ext-link>, 2009.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib115"><label>115</label><?label 1?><mixed-citation>Thrift, N. und Dewsbury, J. D.: Dead Geographies – and how to make them live, Environ. Plan. D, 18, 411–432, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1068/d1804ed" ext-link-type="DOI">10.1068/d1804ed</ext-link>, 2000.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib116"><label>116</label><?label 1?><mixed-citation>
Tzschaschel, S.: Geographische Forschung auf der Individualebene: Darstellung und Kritik der Mikrogeographie, Münchner Geographische Hefte 53, Herausgeber: Geipel, R., Hartke, W., und Heinritz, G., Lassleben, Kallmünz, ISBN 978-3-7847-6053-7, 1986.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib117"><label>117</label><?label 1?><mixed-citation>
von Uexküll, J.: Theoretische Biologie, Paetel, Berlin, 1920.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib118"><label>118</label><?label 1?><mixed-citation>Verne, J.: Ethnographie und ihre Folgen für die Kulturgeographie: eine
Kritik des Netzwerkkonzepts in Studien zu translokaler Mobilität, Geogr.
Helv., 67, 185–194, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.5194/gh-67-185-2012" ext-link-type="DOI">10.5194/gh-67-185-2012</ext-link>, 2012.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib119"><label>119</label><?label 1?><mixed-citation>
Wardenga, U., Henniges, N., Brogiato, H. P., und Schelhaas, B.: Der Verband
deutscher Berufsgeographen 1950–1979: Eine sozialgeschichtliche Studie zur
Frühphase des DVAG, Forum IfL 16, Institut für Länderkunde, Leipzig, ISBN 978-3-860-82078-0, 2011.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib120"><label>120</label><?label 1?><mixed-citation>
Whitehead, A. N.: Prozess und Realität: Entwurf einer Kosmologie, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28290-8, 1979 [1929].</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib121"><label>121</label><?label 1?><mixed-citation>
Williams, R.: Culture &amp; Society 1780–1950, Anchor Books, New York, ISBN 978-0-231-05701-1, 1960.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib122"><label>122</label><?label 1?><mixed-citation>
Williams, R.: The Long Revolution, Penguin, Hatmondsworth, ISBN 978-0-14-020762-7, 1961.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib123"><label>123</label><?label 1?><mixed-citation>
Wirth, E.: Theoretische Geographie: Grundzüge einer Theoretischen
Kulturgeographie, Teubner, Stuttgart, ISBN 978-3-443-07125-7, 1979.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib124"><label>124</label><?label 1?><mixed-citation>Wolf, M.: Überschneidungen und Differenzen: Kritische Theorie, in:
Foucault-Handbuch, Herausgeber: Kammler, C., Parr, R., und Schneider, U. J., J. B. Metzler, Stuttgart, 207–210, <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1007/978-3-476-01378-1" ext-link-type="DOI">10.1007/978-3-476-01378-1</ext-link>, 2014.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib125"><label>125</label><?label 1?><mixed-citation>
Zahnen, B.: Tragweiten geographischen Denkens, Passagen, Wien, ISBN 978-3-7092-0187-9, 2015.</mixed-citation></ref>
      <ref id="bib1.bib126"><label>126</label><?label 1?><mixed-citation>
Žižek, S.: Das fragile Absolute: Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen, Volk und Welt, Berlin, ISBN 978-3-353-01181-7, 2000.</mixed-citation></ref>

  </ref-list></back>
    <!--<article-title-html>Tauchgänge zur <i>German Theory</i></article-title-html>
<abstract-html/>
<ref-html id="bib1.bib1"><label>1</label><mixed-citation>
Aalbers, M. B. und Rossi, U.: A coming community: young geographers coping
with multi-tier spaces of academic publishing across Europe, Soc. Cult.
Geogr., 8, 233–302, <a href="https://doi.org/10.1080/14649360701360220" target="_blank">https://doi.org/10.1080/14649360701360220</a>, 2007.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib2"><label>2</label><mixed-citation>
Agamben, G.: Die Zeit, die bleibt: Ein Kommentar zum Römerbrief, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-12453-6, 2006.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib3"><label>3</label><mixed-citation>
Akehurst, T. L.: The Cultural Politics of Analytic Philosophy: Britishness
and the Spectre of Europe, Contiuum, London, ISBN 978-1-441-12657-3, 2010.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib4"><label>4</label><mixed-citation>
Bachelard, G.: Die Bildung des wissenschaftlichen Geistes. Beitrag zu einer
Psychoanalyse der objektiven Erkenntnis, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28268-7, 1987 [1938].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib5"><label>5</label><mixed-citation>
Badiou, A.: Paulus. Die Begründung des Universalismus, Diaphanes,
Zürich, ISBN 978-3-935-30048-3, 2002.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib6"><label>6</label><mixed-citation>
Badiou, A. und Nancy, J.-L.: Deutsche Philosophie: Ein Dialog, Matthes &amp; Seitz, Berlin, ISBN 978-3-957-57350-6, 2017.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib7"><label>7</label><mixed-citation>
Bajohr, H.: Book Review: Angus Nicholls. Myth and the Human Sciences: Hans
Blumenberg's Theory of Myth, 2015, Ger. Rev., 90, 358–361,
<a href="https://doi.org/10.1080/00168890.2015.1096176" target="_blank">https://doi.org/10.1080/00168890.2015.1096176</a>, 2015.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib8"><label>8</label><mixed-citation>
Bartels, D.: Zur wissenschaftstheoretischen Grundlegung einer Geographie des
Menschen, Steiner, Wiesbaden, ISBN 978-3-515-00526-5, 1968.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib9"><label>9</label><mixed-citation>
Bateson, G.: Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische,
biologische und epistemologische Perspektiven, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28171-0, 1985 [1971].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib10"><label>10</label><mixed-citation>
Belina, B.: Die geographischen Grenzen abstrakter Gleichheit, Geogr. Helv.,
75, 371–380, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-75-371-2020" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-75-371-2020</a>, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib11"><label>11</label><mixed-citation>
Belina, B. und Reuber, P.: Geographie mit Adorno: Editorial zum Themenheft,
Geogr. Z., 109, 67–72, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib12"><label>12</label><mixed-citation>
Benjamin, W.: Illuminationen: Ausgewählte Schriften, Suhrkamp, Frankfurt
am Main, ISBN 978-3-518-36845-9, 1977.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib13"><label>13</label><mixed-citation>
Best, U.: The invented periphery: constructing Europe in debates about
„Anglo hegemony“ in geography, Soc. Geogr., 4, 83–91,
<a href="https://doi.org/10.5194/sg-4-83-2009" target="_blank">https://doi.org/10.5194/sg-4-83-2009</a>, 2009.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib14"><label>14</label><mixed-citation>
Birkenhauer, J.: Hermeneutik: Ein legitimer wissenschaftlicher Ansatz in der
Geographie?, Geogr. Z., 75, 111–121, 1987.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib15"><label>15</label><mixed-citation>
Bloch, E.: Das Prinzip Hoffnung, 3 Bde., Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28154-3, 1985.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib16"><label>16</label><mixed-citation>
Blumenberg, H.: Theorie der Lebenswelt, Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-58540-5, 2010.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib17"><label>17</label><mixed-citation>
Boamah, F. und Rothfuß, E.: Practical recognition as a suitable pathway
for researching just energy futures: Seeing like a modern electricity user
in Ghana, Energ. Res. Social Sci., 60, 1–12, <a href="https://doi.org/10.1016/j.erss.2019.101324" target="_blank">https://doi.org/10.1016/j.erss.2019.101324</a>, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib18"><label>18</label><mixed-citation>
Böhme, G.: Leib. Die Natur die wir selbst sind, Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-29870-1, 2019.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib19"><label>19</label><mixed-citation>
Boos, T. und Runkel, S.: Einführung: Die ungeheuerliche Raumphilosophie
von Peter Sloterdijk, Geogr. Helv., 73, 261–272,
<a href="https://doi.org/10.5194/gh-73-261-2018" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-73-261-2018</a>, 2018.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib20"><label>20</label><mixed-citation>
Bourdieu, P.: Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen
Urteilskraft, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28258-8, 1978.

</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib21"><label>21</label><mixed-citation>
Bruckner, P.: Ein nahezu perfekter Täter: Die Konstruktion des
weißen Sündenbocks, Tiamat, Berlin, ISBN 978-3-893-20281-2, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib22"><label>22</label><mixed-citation>
Brumlik, M.: Vernunft und Offenbarung: Religionsphilosophische Versuche,
EVA, Hamburg, ISBN 978-3-825-70189-5, 2014.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib23"><label>23</label><mixed-citation>
Calbérac, Y.: Close Reading Michel Foucault's and Yves Lacoste's
Concepts of Space Through Spatial Metaphores, Le Foucauldien, 7, 1–21,
<a href="https://doi.org/10.16995/lefou.90" target="_blank">https://doi.org/10.16995/lefou.90</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib24"><label>24</label><mixed-citation>
Canguilhem, G.: Wissenschaftsgeschichte und Epistemologie: Gesammelte
Aufsätze, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-07886-0, 1979.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib25"><label>25</label><mixed-citation>
Castree, N.: Speaking for the ‚people disciplines‘: Global change science and its human dimensions, Anthropocene Rev., 4, 160–182,
<a href="https://doi.org/10.1177/2053019617734249" target="_blank">https://doi.org/10.1177/2053019617734249</a>, 2017.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib26"><label>26</label><mixed-citation>
Chakrabarty, D.: Provincializing Europe: Postcolonial Thought and Historical
Difference, Princeton University Press, Princeton, ISBN 978-1-400-82865-4, 2000.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib27"><label>27</label><mixed-citation>
Chivallon, C.: Country reports: A vision of social and cultural geography in
France, Soc. Cult. Geogr., 4, 401–417, <a href="https://doi.org/10.1080/14649360309079" target="_blank">https://doi.org/10.1080/14649360309079</a>, 2003.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib28"><label>28</label><mixed-citation>
Claval, P. und Staszak, J. F.: Confronting Geographic Complexity: Contributions from some Latin Countries, Geo J., 60, 319–320, <a href="https://doi.org/10.1023/B:GEJO.0000042966.38755.da" target="_blank">https://doi.org/10.1023/B:GEJO.0000042966.38755.da</a>, 2004.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib29"><label>29</label><mixed-citation>
Conrad, S. und Randeria, S. (Hrsg.): Jenseits des Eurozentrismus:
Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften,
Campus, Frankfurt, ISBN 978-3-593-37036-1, 2002.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib30"><label>30</label><mixed-citation>
Cusset, F.: French theory: how Foucault, Derrida, Deleuze, &amp; Co. transformed the intellectual life of the United States, University of Minnesota Press, Minneapolis, London, ISBN 978-0-8166-4733-0, 2008.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib31"><label>31</label><mixed-citation>
Dickel, M. und Keßler, L.: Zwischen sinnlichem Erleben und sprachlich-rationalem Begreifen: Zur Reflexion der ästhetischen
Dimension der Forschung in der Geographie, Europa Regional, 26, 52–64,
<a href="https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-63918-6" target="_blank"/> (letzter Zugriff: 4. Februar 2022), 2019.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib32"><label>32</label><mixed-citation>
Dilthey, W.: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-07954-6, 1970.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib33"><label>33</label><mixed-citation>
Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Postkonstruktivismus – Jenseits von
Postmoderne und cultural turn, Ber. Deutsch. Landskund., 87, 195–203, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib34"><label>34</label><mixed-citation>
Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Lebenswelt, Leiblichkeit und Resonanz:
Eine raumphänomenologisch-rekonstruktive Perspektive auf Geographien der
Alltäglichkeit, Geogr. Helv., 73, 95–107, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-73-95-2018" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-73-95-2018</a>, 2018.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib35"><label>35</label><mixed-citation>
Dörfler, T. und Rothfuß, E.: Sozialer Raum als vergessene mathesis universalis der Phänomenologie? Eine raum- und leibbezogene Perspektive auf die Strukturen der Lebenswelt, in: Mathesis universalis – Die aktuelle Relevanz der „Strukturen der Lebenswelt“, Herausgeber: Dreher, J., Springer, Wiesbaden, 143–170, <a href="https://doi.org/10.1007/978-3-658-22329-8_8" target="_blank">https://doi.org/10.1007/978-3-658-22329-8_8</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib36"><label>36</label><mixed-citation>
Dosse, F.: Gilles Deleuze, Feliz Guattari, Turia + Kant, Wien, Berlin,
ISBN 978-3-85132-871-4, 2017.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib37"><label>37</label><mixed-citation>
Elden, S.: Sloterdijk Now, Polity, London, ISBN 978-0-745-65676-2, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib38"><label>38</label><mixed-citation>
Eribon, D.: Michel Foucault: Eine Biographie, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-39586-8, 1993.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib39"><label>39</label><mixed-citation>
Ernste, H.: The pragmatism of life in poststructuralist times, Environ. Plan. A, 36, 437–450, <a href="https://doi.org/10.1068/a3653" target="_blank">https://doi.org/10.1068/a3653</a>, 2004.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib40"><label>40</label><mixed-citation>
Fall, J. J.: Lost geographers: power games and the circulation of ideas within Francophone political geographies, Prog. Hum. Geogr., 31, 195–216,
<a href="https://doi.org/10.1177/0309132507075369" target="_blank">https://doi.org/10.1177/0309132507075369</a>, 2007.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib41"><label>41</label><mixed-citation>
Fall, J. J.: Thinking spaces of writing and engagement, Geogr. Helv., 68,
57–59, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-68-57-2013" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-68-57-2013</a>, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib42"><label>42</label><mixed-citation>
Fleck, L.: Entstehung und Entwicklung einer Wissenschaftlichen Tatsache:
Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv, Suhrkamp,
Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-27912-0, 1980.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib43"><label>43</label><mixed-citation>
Foucault, M.: Die Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-27696-9, 1971.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib44"><label>44</label><mixed-citation>
Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.: Kulturgeographie –
Leitlinien und Perspektiven. in: Kulturgeographie: Aktuelle Ansätze und
Entwicklungen, Herausgeber: Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.,
Spektrum, Heidelberg, Berlin, 1–27, ISBN 978-3-8274-1393-1, 2003.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib45"><label>45</label><mixed-citation>
Germes, M., Glasze, G., und Weber, F.: „Neue Kulturgeographie“ – Débats et perspectives au sein de la nouvelle géographie culturelle
germanophone, Cybergeo, 556, <a href="https://doi.org/10.4000/cybergeo.24727" target="_blank">https://doi.org/10.4000/cybergeo.24727</a>, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib46"><label>46</label><mixed-citation>
Glasze, G. und Mattissek, A.: Diskursforschung in der Humangeographie:
Konzeptionelle Grundlagen und empirische Operationalisierungen, in: Handbuch
Diskurs und Raum: Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie
die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung, Herausgeber: Glasze, G. und Mattissek, A., Transcript, Bielefeld, 11–59, ISBN 978-3-8376-1155-7, 2009.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib47"><label>47</label><mixed-citation>
Graefe, O.: The reflexive turn in French and German-speaking geography in
comparison, Geogr. Helv., 68, 61–64, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-68-61-2013" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-68-61-2013</a>, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib48"><label>48</label><mixed-citation>
Gugutzer, R.: Leib und Situation. Zum Theorie- und Forschungsprogramm der
Neophänomenologischen Soziologie, Z. Soziol., 46, 147–166,
<a href="https://doi.org/10.1515/zfsoz-2017-1009" target="_blank">https://doi.org/10.1515/zfsoz-2017-1009</a>, 2017.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib49"><label>49</label><mixed-citation>
Habermas, J.: Der philosophische Diskurs der Moderne, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28349-3, 1985.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib50"><label>50</label><mixed-citation>
Hannah, M.: Foucaults Schatten, Ber. Deutsch. Landeskund., 84, 297–299, 2010.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib51"><label>51</label><mixed-citation>
Hannah, M.: Direction and Socio-Spatial Theory: A political economy of
oriented practice, Routledge, London, ISBN 978-0-367-58317-0, 2019.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib52"><label>52</label><mixed-citation>
Hasse, J.: Was Räume mit uns machen – und wir mit ihnen: Kritische
Phänomenologie des Raumes, Karl Alber, Freiburg, München, ISBN 978-3-495-48638-2, 2014.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib53"><label>53</label><mixed-citation>
Hegel, G. W. F.: Phänomenologie des Geistes, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28203-8, 1970/86 [1807].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib54"><label>54</label><mixed-citation>
Henkel, R.: Are Geographers Religiously Unmusical? Positionalities in
geographical research on religion, Erdkunde, 65, 389–399,
<a href="https://doi.org/10.3112/erdkunde.2011.04.05" target="_blank">https://doi.org/10.3112/erdkunde.2011.04.05</a>, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib55"><label>55</label><mixed-citation>
Hepach, M. G.: Entangled phenomenologies: Reassessing (post-)phenomenology's
promise for human geography, Prog. Hum. Geogr., 45, 1278–1294,
<a href="https://doi.org/10.1177/0309132520987308" target="_blank">https://doi.org/10.1177/0309132520987308</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib56"><label>56</label><mixed-citation>
Honneth, A.: Kritik der Macht: Reflexionsstufen einer kritischen Gesellschaftstheorie, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-28338-7, 1985.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib57"><label>57</label><mixed-citation>
Honneth, A.: Verdinglichung: Eine anerkennungstheoretische Studie, Suhrkamp,
Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29727-8, 2005.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib58"><label>58</label><mixed-citation>
Honneth, A.: Pathologien der Vernunft: Geschichte und Gegenwart der Kritischen Theorie, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29435-2, 2007.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib59"><label>59</label><mixed-citation>
Horkheimer, M. und Adorno, T.: Dialektik der Aufklärung: Philosophische
Fragmente, Fischer, Frankfurt, ISBN 978-3-596-27404-8, 1971 [1969].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib60"><label>60</label><mixed-citation>
Horton, J. und Kraftl, P.: Cultural Geographies, Routledge, London, New
York, ISBN 978-0-273-71968-7, 2014.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib61"><label>61</label><mixed-citation>
Houssay-Holzschuch, M.: Making the provincial relevant? Embracing the
provincialization of continental European geographies, Geogr. Helv., 75, 41–51, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-75-41-2020" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-75-41-2020</a>, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib62"><label>62</label><mixed-citation>
Houssay-Holzschuch, M. und Milhaud, O.: Geography after Babel – a view from
the French province, Geogr. Helv., 68, 51–55, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-68-51-2013" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-68-51-2013</a>, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib63"><label>63</label><mixed-citation>
Husserl, E.: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Husserliana Band VI, Nijhoff, Den Haag,
ISBN 978-94-010-1336-9, 1976 [1936].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib64"><label>64</label><mixed-citation>
Kazig, R. und Weichart, P.: Die Neuthematisierung der materiellen Welt in der Humangeographie, Ber. Deutsch. Landeskund., 83, 109–128, 2009.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib65"><label>65</label><mixed-citation>
Kitchin, R.: Disrupting and destabilizing Anglo-American and English-language hegemony in geography, Soc. Cult. Geogr., 6, 1–15,
<a href="https://doi.org/10.1080/1464936052000335937" target="_blank">https://doi.org/10.1080/1464936052000335937</a>, 2005.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib66"><label>66</label><mixed-citation>
Klinke, I.: Life, Earth, Colony: Friedrich Ratzel's Necropolitical Geography, Michigan University Press, Ann Arbor, im Erscheinen, 2022.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib67"><label>67</label><mixed-citation>
Korf, B.: Neuro-Kulturgeographie, Geogr. Z., 67, 77–84, 2012.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib68"><label>68</label><mixed-citation>
Korf, B.: „Wir sind nie säkular gewesen“: Politische Theologie und die Geographien des Religiösen, Geogr. Helv., 73, 177–186,
<a href="https://doi.org/10.5194/gh-73-177-2018" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-73-177-2018</a>, 2018.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib69"><label>69</label><mixed-citation>
Korf, B.: „German Theory“: Cosmopolitan geographies, counterfactual intellectual histroies and the (non)travel of a „German Foucault“, Environ. Plan. D, 39, 925–944, <a href="https://doi.org/10.1177/0263775821989697" target="_blank">https://doi.org/10.1177/0263775821989697</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib70"><label>70</label><mixed-citation>
Korf, B. und Rowan, R.: Arcane geopolitics: Heidegger, Schmitt and the political theology of Gnosticism, Polit. Geogr., 80, 102159,
<a href="https://doi.org/10.1016/j.polgeo.2020.102159" target="_blank">https://doi.org/10.1016/j.polgeo.2020.102159</a>, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib71"><label>71</label><mixed-citation>
Korf, B. und Verne, J.: Editorial: Geographie als Geisteswissenschaft –
Geographie in den Geisteswissenschaften, Geogr. Helv., 71, 365–368,
<a href="https://doi.org/10.5194/gh-71-365-2016" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-71-365-2016</a>, 2016.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib72"><label>72</label><mixed-citation>
Korf, B., Klauser F., Söderström O.: Editorial: Les fabriques des
„geographies“ – making academic geographies in Europe, Geogr. Helv., 68, 1–6, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-68-1-2013" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-68-1-2013</a>, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib73"><label>73</label><mixed-citation>
Kracauer, S.: Der Detektiv-Roman: Ein philosophischer Traktat, Suhrkamp,
Frankfurt, ISBN 978-3-518-27897-0, 1979.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib74"><label>74</label><mixed-citation>
Lepenies, W.: Die drei Kulturen: Soziologie zwischen Literatur und Wisssenschaft, Hanser, München, Wien, ISBN 978-3-596-15518-7, 1985.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib75"><label>75</label><mixed-citation>
Lindemann, G.: Der menschliche Leib von der Mitwelt her gedacht, Deut. Z.
Philos., 59, 1–13, <a href="https://doi.org/10.1524/dzph.2011.0047" target="_blank">https://doi.org/10.1524/dzph.2011.0047</a>, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib76"><label>76</label><mixed-citation>
Lorimer, H.: Cultural Geography: Non-Representational Conditions and
Concerns, Prog. Hum. Geogr., 32, 551–59,
<a href="https://doi.org/10.1177/0309132507086882" target="_blank">https://doi.org/10.1177/0309132507086882</a>, 2008.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib77"><label>77</label><mixed-citation>
Marquardt, N.: Das Regieren von Emotionen in Räumen des betreuten Wohnens, Geogr. Helv., 70, 175–184, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-70-175-2015" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-70-175-2015</a>, 2015.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib78"><label>78</label><mixed-citation>
Massey, D.: For Space, Sage, London, ISBN 978-1-412-90362-2, 2005.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib79"><label>79</label><mixed-citation>
Mead, G. H.: Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des
Sozialbehaviorismus, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-27628-0, 1973 [1934].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib80"><label>80</label><mixed-citation>
Minca, C.: Guest Editorial: Venetian Geographical Praxis, Environ. Plan. D,
18, 285–289, <a href="https://doi.org/10.1068/d1803ed" target="_blank">https://doi.org/10.1068/d1803ed</a>, 2000.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib81"><label>81</label><mixed-citation>
Minca, C.: (Im)mobile Geographies, Geogr. Helv., 68, 7–16,
<a href="https://doi.org/10.5194/gh-68-7-2013" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-68-7-2013</a>, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib82"><label>82</label><mixed-citation>
Minca, C.: The cosmopolitan geographer's dilemma: Or, will national geographies survive neo-liberalism?, Geogr. Z., 106, 4–15, <a href="https://doi.org/10.25162/GZ-2018-0001" target="_blank">https://doi.org/10.25162/GZ-2018-0001</a>, 2018.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib83"><label>83</label><mixed-citation>
Mitchell, D.: Cultural Geography: A Critical Introduction, Blackwell,
Oxford, Malden, ISBN 978-1-557-86892-3, 2000.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib84"><label>84</label><mixed-citation>
Müller, M.: Worlding geography: From linguistic privilege to decolonial
anywheres, Prog. Hum. Geogr., 45, 1440–1466, <a href="https://doi.org/10.1177/0309132520979356" target="_blank">https://doi.org/10.1177/0309132520979356</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib85"><label>85</label><mixed-citation>
Nagl-Docekal, H.: Nach einer erneuten Lektüre: Max Horkheimer, Die
Sehnsucht nach dem ganz Anderen, Deut. Z. Philos., 68, 659–688,
<a href="https://doi.org/10.1515/dzph-2020-0046" target="_blank">https://doi.org/10.1515/dzph-2020-0046</a>, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib86"><label>86</label><mixed-citation>
Paasi, A.: Globalisation, academic capitalism, and the uneven geographies of
international journal publishing spaces, Environ. Plan. A, 37, 769–789,
<a href="https://doi.org/10.1068/a3769" target="_blank">https://doi.org/10.1068/a3769</a>, 2005.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib87"><label>87</label><mixed-citation>
Pernau, M.: Transnationale Geschichte, Vandenhoek &amp; Ruprecht, Göttingen, ISBN 978-3-846-33535-2, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib88"><label>88</label><mixed-citation>
Philo, C.: Squeezing, bleaching, and the victims' fate: Wounds, geography,
poetry, micrology, GeoHumanities, 3, 20–40, <a href="https://doi.org/10.1080/2373566X.2017.1291311" target="_blank">https://doi.org/10.1080/2373566X.2017.1291311</a>, 2017.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib89"><label>89</label><mixed-citation>
Philo, C.: Nothing-much geographies, or towards micrological investigations,
Geogr. Z., 109, 73–95, <a href="https://doi.org/10.25162/gz-2021-0006" target="_blank">https://doi.org/10.25162/gz-2021-0006</a>, 2021.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib90"><label>90</label><mixed-citation>
Pile, S. und Thrift, N.: Mapping the Subject: Geographies of cultural transformation, Routledge, London, New York, ISBN 978-0-415-10226-1, 1995.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib91"><label>91</label><mixed-citation>
Plessner, H.: Die Stufen des Organischen und der Mensch, Gesammelte Schriften, Bd. IV, Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-29227-3, 1980 [1928].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib92"><label>92</label><mixed-citation>
Pohl, J.: Geographie als hermeneutische Wissenschaft: Ein Rekonstruktionsversuch, Münchner Geographische Hefte, 52, Kallmünz,
ISBN 978-3-7847-6052-0, 1986.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib93"><label>93</label><mixed-citation>
Ratzel, F.: Raum und Zeit in der Geographie und Geologie, Herausgeber: Barth,
P., Leipzig, 1907.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib94"><label>94</label><mixed-citation>
Ratzel, F.: Anthropogeographie. Erster Teil: Grundzüge der Anwendung der
Erdkunde auf die Geschichte, 2. Aufl., Engelhorn, Stuttgart, 1921 [1882].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib95"><label>95</label><mixed-citation>
Ratzel, F.: Politische Geographie, 3. Aufl., Oldenbourg, München, Berlin, 1923 [1897].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib96"><label>96</label><mixed-citation>
Rothfuß, E.: Intersubjectivity, intercultural hermeneutics and the recognition of the other – Theoretical reflections on the understanding of
alienness in human geography research, Erdkunde, 63, 173–189, 2009.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib97"><label>97</label><mixed-citation>
Rothfuß, E.: Exklusion im Zentrum: Die brasilianische Favela zwischen
Stigmatisierung und Widerständigkeit, Transcript, Bielefeld, ISBN 978-3-8376-2016-0, 2012.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib98"><label>98</label><mixed-citation>
Runkel, S.: Collective Atmospheres: Phenomenological explorations of
protesting crowds with Canetti, Schmitz, and Tarde, Ambiances, 4, 1067, <a href="https://doi.org/10.4000/ambiances.1067" target="_blank">https://doi.org/10.4000/ambiances.1067</a>, 2018.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib99"><label>99</label><mixed-citation>
Sahr, W.-D.: Der Cultural Turn in der Geographie: Wendemanöver in einem
epistemologischen Meer, in: Kulturgeographie: Aktuelle Ansätze und
Entwicklungen, Herausgeber: Gebhardt, H., Reuber, P., und Wolkersdorfer, G.,
Spektrum, Heidelberg, 231–250, ISBN 978-3-8274-1393-1, 2003a.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib100"><label>100</label><mixed-citation>
Sahr, W.-D.: Das verHANDELNte ich und seine raumWELTEN. Überlegungen zu
einer postmodernen Sozialgeographie, Jenaer Geographische Manuskripte, 30,
9–29, 2003b.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib101"><label>101</label><mixed-citation>
Sahr, W.-D. und Arantes, L.: A profusão das teorias espaciais e a fusão do espaço geográfico: Alfred Hettner e o projeto corológico, GEOgraphia (Niteroi), 13, 106–135,
<a href="https://doi.org/10.22409/GEOgraphia2011.v13i25.a13618" target="_blank">https://doi.org/10.22409/GEOgraphia2011.v13i25.a13618</a>, 2012.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib102"><label>102</label><mixed-citation>
Sandner, G.: Zusammenhänge zwischen wissenschaftlichem Dissens, politischem Kontext und antisemitischen Tendenzen in der deutschen Geographie 1918–1945: Siegfried Passarge und Alfred Philippson, in: Philipsson-Gedächtnis-Kolloquium 13. November 1989, Herausgeber: Ehlers, E., Dümmlers, Bonn, 35–50, ISBN 978-3-427-74201-6, 1990.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib103"><label>103</label><mixed-citation>
Santos, B. S. und Meneses, M. P. (Hrsg.): Knowledges Born in the Struggle:
Constructing the Epistemologies of the Global South, Routledge, New York,
London, ISBN 978-0-367-36207-2, 2020.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib104"><label>104</label><mixed-citation>
Scheler, M.: Die Stellung des Menschen im Kosmos, Hofenberg, Berlin, ISBN 9783843017640, 2016 [1928].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib105"><label>105</label><mixed-citation>
Schenk, W. (Hrsg.): Leo Waibel – zur Rezeption seiner Arbeiten in Brasilien, Afrika und Deutschland, Colloquium Geographicum, 34, Verger, Bergisch Gladbach, ISBN 978-3-931219-48-2, 2013.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib106"><label>106</label><mixed-citation>
Schlottmann, A. und Hannah, M.: Fragen des Stils/Questions of style, ACME, 15, 81–103, 2016.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib107"><label>107</label><mixed-citation>
Schmitz, H.: Der Leib, der Raum und die Gefühle, Aisthesisverlag,
Edition Sirius, Bielefeld, Locarno, ISBN 978-3-89528-610-0, 2007.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib108"><label>108</label><mixed-citation>
Schultz, H. D.: Herder und Ratzel: Zwei Extreme, ein Paradigma?, Erdkunde, 52, 127–143, 1998.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib109"><label>109</label><mixed-citation>
Schurr, C. und Strüver, A.: „The Rest“: Geographien des
Alltäglichen zwischen Affekt, Emotion und Repräsentation, Geogr.
Helv., 71, 87–97, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-71-87-2016" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-71-87-2016</a>, 2016.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib110"><label>110</label><mixed-citation>
Schütz, A.: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Suhrkamp, Frankfurt
am Main, ISBN 978-3-518-27692-1, 1993 [1932].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib111"><label>111</label><mixed-citation>
Sedlacek, P. (Hrsg.): Kultur-/Sozialgeographie, Schöningh, Paderborn
u. a., ISBN 978-3-506-99326-7, 1982.

</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib112"><label>112</label><mixed-citation>
Steinmetz, G.: Decolonizing German theory: an introduction, Postcolon. Stud., 9, 3–13, <a href="https://doi.org/10.1080/13668250500488793" target="_blank">https://doi.org/10.1080/13668250500488793</a>, 2006.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib113"><label>113</label><mixed-citation>
Thrift, N.: Non-Representational Theory, Routledge, London, ISBN 978-0-415-39321-8, 2007.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib114"><label>114</label><mixed-citation>
Thrift, N.: Different atmospheres: of Sloterdijk, China, and site, Environ.
Plan. D, 27, 119–138, <a href="https://doi.org/10.1068/d6808" target="_blank">https://doi.org/10.1068/d6808</a>, 2009.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib115"><label>115</label><mixed-citation>
Thrift, N. und Dewsbury, J. D.: Dead Geographies – and how to make them live, Environ. Plan. D, 18, 411–432, <a href="https://doi.org/10.1068/d1804ed" target="_blank">https://doi.org/10.1068/d1804ed</a>, 2000.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib116"><label>116</label><mixed-citation>
Tzschaschel, S.: Geographische Forschung auf der Individualebene: Darstellung und Kritik der Mikrogeographie, Münchner Geographische Hefte 53, Herausgeber: Geipel, R., Hartke, W., und Heinritz, G., Lassleben, Kallmünz, ISBN 978-3-7847-6053-7, 1986.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib117"><label>117</label><mixed-citation>
von Uexküll, J.: Theoretische Biologie, Paetel, Berlin, 1920.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib118"><label>118</label><mixed-citation>
Verne, J.: Ethnographie und ihre Folgen für die Kulturgeographie: eine
Kritik des Netzwerkkonzepts in Studien zu translokaler Mobilität, Geogr.
Helv., 67, 185–194, <a href="https://doi.org/10.5194/gh-67-185-2012" target="_blank">https://doi.org/10.5194/gh-67-185-2012</a>, 2012.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib119"><label>119</label><mixed-citation>
Wardenga, U., Henniges, N., Brogiato, H. P., und Schelhaas, B.: Der Verband
deutscher Berufsgeographen 1950–1979: Eine sozialgeschichtliche Studie zur
Frühphase des DVAG, Forum IfL 16, Institut für Länderkunde, Leipzig, ISBN 978-3-860-82078-0, 2011.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib120"><label>120</label><mixed-citation>
Whitehead, A. N.: Prozess und Realität: Entwurf einer Kosmologie, Suhrkamp, Frankfurt, ISBN 978-3-518-28290-8, 1979 [1929].
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib121"><label>121</label><mixed-citation>
Williams, R.: Culture &amp; Society 1780–1950, Anchor Books, New York, ISBN 978-0-231-05701-1, 1960.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib122"><label>122</label><mixed-citation>
Williams, R.: The Long Revolution, Penguin, Hatmondsworth, ISBN 978-0-14-020762-7, 1961.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib123"><label>123</label><mixed-citation>
Wirth, E.: Theoretische Geographie: Grundzüge einer Theoretischen
Kulturgeographie, Teubner, Stuttgart, ISBN 978-3-443-07125-7, 1979.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib124"><label>124</label><mixed-citation>
Wolf, M.: Überschneidungen und Differenzen: Kritische Theorie, in:
Foucault-Handbuch, Herausgeber: Kammler, C., Parr, R., und Schneider, U. J., J. B. Metzler, Stuttgart, 207–210, <a href="https://doi.org/10.1007/978-3-476-01378-1" target="_blank">https://doi.org/10.1007/978-3-476-01378-1</a>, 2014.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib125"><label>125</label><mixed-citation>
Zahnen, B.: Tragweiten geographischen Denkens, Passagen, Wien, ISBN 978-3-7092-0187-9, 2015.
</mixed-citation></ref-html>
<ref-html id="bib1.bib126"><label>126</label><mixed-citation>
Žižek, S.: Das fragile Absolute: Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen, Volk und Welt, Berlin, ISBN 978-3-353-01181-7, 2000.
</mixed-citation></ref-html>--></article>
