Journal cover Journal topic
Geographica Helvetica
Journal topic

Journal metrics

CiteScore value: 1.8
CiteScore
1.8
SNIP value: 0.879
SNIP0.879
IPP value: 0.79
IPP0.79
SJR value: 0.404
SJR0.404
Scimago H <br class='widget-line-break'>index value: 17
Scimago H
index
17
h5-index value: 13
h5-index13
Volume 48, issue 4
Geogr. Helv., 48, 165–172, 1993
https://doi.org/10.5194/gh-48-165-1993
© Author(s) 1993. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 48, 165–172, 1993
https://doi.org/10.5194/gh-48-165-1993
© Author(s) 1993. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.

  31 Dec 1993

31 Dec 1993

Un contributo allo studio della geografia dei distretti industriali

I. Jelen I. Jelen
  • Dipartimento di Scienze Politiche, Università degli Studi di Trieste, Piazzale Europa 1, 34100 Trieste, Italy

Abstract. Die wirtschaftliche Entwicklung der norditalienischen Regionen weist in letzter Zeit einige charakteristische Züge auf, die ein besonderes Territorialmodell darstellen. Es basiert auf einem Industrialisierungsprozeß im peripheren Raum und widerspricht in gewissen Punkten dem klassischen raumwirtschaftlichen Paradigma, das sich vorwiegend auf eine starke Urbanisierung abstützt.
Dieses Produktionsmodell kann kurz folgendermaßen beschrieben werden: Gruppen von kleinen und mittleren Unternehmen, die vorwiegend im landlichen Raum angesiedelt sind, haben Zonen von integrierter Industrialisierung geschaffen. Die einzelnen Betriebe sind über Zuliefer- und Absatzbeziehungen voneinander abhängig. Auf diese Weise entstehen die sog «industrial districts». Der Erfolg und die Verbreitung dieser »industrial districts» beruhen auf besonderen geschichtlichen, soziologischen und ökonomischen Voraussetzungen. Sie haben meist an Standorten Fuß gefaßt, wo schon früher das Handwerk neben der landwirtschaftlichen Subsistenzwirtschaft existierte. Es kann nachgewiesen werden, daß sich bereits damals aus Handwerksproduktionsgruppen kleinere Industrien bildeten, für welche die Anfangsinvestitionen nicht allzu hoch waren. Als Fortsetzung dieser Entwicklung finden wir heute diese «industrial districts» fast ausschließlich in den Sektoren der sog. Leichtindustrie (Holz-. Textil- und Lebensmittelindustrie).

Obwohl diese «industrial districts» eine sehr komplexe Innenstruktur besitzen, wurden sie bis heute in Untersuchungen fast immer ausschließlich als einheitliche Räume erfaßt. Aus einer Analyse, basierend auf statistischen Daten und einfachen empirischen Beobachtungen, wird ersichtlich, daß sie ein Phänomen von räumlicher und zeitlicher Dynamik darstellen. Es scheint deshalb zweckmäßig, geographische Untersuchungsmethoden anzuwenden. In diesem Artikel wurde als Untersuchungsraum Ostfnaul gewählt, wo sich die Unternehmen auf etwa 10 Gemeinden mit einer Gesamtflachevon 400 km konzentrieren. Es handelt sich dabei um einen mittleren «industrial district» mit etwa 10 000 Beschäftigten in 1300 Betrieben, alle fast ausschließlich auf die Herstellung von Holzstuhlen spezialisiert, mit einem Umsatz von etwa 1000 Milliarden Lire (Stand 1990). Die Studie hat sich vor allem diese Spezialisierung mit den entsprechenden Zuliefer- und Absatzbeziehungen zur Aufgabe gestellt. Sie kann sicher kein vollständiges Bild vermitteln, erscheinen doch gewisse Produktionsfunktionen teils dispers, teils konzentriert, was mit den unterschiedlichen Standortfaktoren erklärt werden kann Interessant ist die daraus resultierende Tatsache, daß sich innerhalb dieser «industrial districts» oft »subdistricts» bilden, zwischen welchen sich hierarchische Beziehungsfaktoren etablieren.

Publications Copernicus
Download
Citation