Articles | Volume 59, issue 1
Geogr. Helv., 59, 7–19, 2004
https://doi.org/10.5194/gh-59-7-2004
Geogr. Helv., 59, 7–19, 2004
https://doi.org/10.5194/gh-59-7-2004

  31 Mar 2004

31 Mar 2004

Regionale Innovationspotentiale in Südostasien : empirische Ergebnisse aus Singapur, Penang (Malaysia) und Thailand

M. Kiese1 and J. Revilla Diez2 M. Kiese and J. Revilla Diez
  • 1Geographisches Institut der Universität Hannover, Schneiderberg 50, 30167 Hannover, Germany
  • 2Geographisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, Ludewig-Meyn-Strasse 14, 24098Kiel, Germany

Abstract. Aufbauend auf den Erfahrungen des European Regional Innovation Survey (ERIS) versucht der vorliegende Beitrag erstmals, das regionale Innovationspotential sowie die Kooperationsbeziehungen zwischen den Innovationsakteuren in ausgewählte Regionen Südostasiens empirisch zu erfassen und vergleichend zu bewerten. Repräsentative Befragungen in Singapur. Penang (Malaysia) und Thailand ergaben verwertbare Informationen zum Innovations- und Kooperationsverhalten von rund 1.600 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Die Ergebnisse zeigen, daß die Breite und Effizienz der Innovationsaktivitäten in den Untersuchungsregionen noch nicht mit der Situation europäischer Regionen vergleichbar sind. Kooperationen sind für die Innovationsprozesse der Unternehmen praktisch unverzichtbar;die wichtigsten Partner finden sich für multinationale Unternehmen im Konzernverbund, während einheimische Unternehmen meist mit Kunden (lead users) in hochentwickelten Technologieregionen kooperieren. Hieraus resultiert ein diskontinuierliches Raummuster, in dem die benachbarten Länder und Regionen Südostasiens übersprungen werden.

Download