Articles | Volume 60, issue 1
Geogr. Helv., 60, 16–25, 2005
https://doi.org/10.5194/gh-60-16-2005
Geogr. Helv., 60, 16–25, 2005
https://doi.org/10.5194/gh-60-16-2005

  31 Mar 2005

31 Mar 2005

Die Bewertung von Risiken durch Naturgefahren mit spezieller Berücksichtigung der Risikoaversion

T. Plattner T. Plattner
  • Professur für Forstliches Ingenieurwesen, ETH Zürich, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Switzerland

Abstract. Ein Vergleich des effektiven Risikos Robj (Risikoanalyse) mit dem akzeptablen Risiko Racc (Risikobewertung) ermöglicht im Risikomanagement die Planung notwendiger Massnahmen, die zu hohe objektive Risiken auf ein akzeptables Mass reduzieren oder deren Anstieg darüber hinaus verhindern sollen. In der formalen Risikobewertung wird die Risikoaversion a, die als Funktion des Schadenausmasses E eines Ereignisses zu verstehen ist (a = f(E) = a(E)), als Stellvertreter für die öffentliche Wahrnehmung verwendet. Der hier vorgestellte Ansatz geht davon aus, dass die Risikoaversion a nicht ausreicht, um diese Wahrnehmung zu modellieren. Die relevanten Faktoren (PAF, EC) werden in einem mathematischen Modell integriert und können eine aversive oder nicht-aversive Komponente besitzen. Dieser Ansatz soll zur Unterstützung der Entscheidungsfindung im Rahmen des Risikomanagements verwendet werden können.

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