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Volume 61, issue 2
Geogr. Helv., 61, 107–119, 2006
https://doi.org/10.5194/gh-61-107-2006
© Author(s) 2006. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 61, 107–119, 2006
https://doi.org/10.5194/gh-61-107-2006
© Author(s) 2006. This work is distributed under
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  30 Jun 2006

30 Jun 2006

Die Lösse im Becken von Tafí (Nordwestargentinien) : ein Langzeitklimaarchiv für das südamerikanische Monsunsystem?

A. Schellenberger A. Schellenberger
  • Geographisches Institut der Universität Bern, Hallerstrasse 12, 3012 Bern, Schweiz

Abstract. Durch den Mangel an Langzeitklimaarchiven sind der Quartärforschung in Südamerika Grenzen auferlegt. Eine prominente Ausnahme stellt die 50 m mächtige Löss-Paläoboden-Sequenz Las Carreras im Becken von Tafí (nordwestargentinische Anden) dar, die 32 Feuchtphasen in den vergangenen 1.2 Ma dokumentiert. Die Region liegt im Einflussgebiet des südamerikanischen Monsunsystems (SAMS) mit dominierenden Sommerregen. Im trockenen Winterhalbjahr führen selektive, den topographisch vorgegebenen Pfaden folgende Nebelniederschläge zu kleinräumigen und deutlichen Standortunterschieden. Diese topoklimatische Untergliederung des Beckens spiegelt sich auch in den Paläoböden und Lössen von insgesamt vier pedostratigraphisch miteinander korrelierten Löss-Profilen wider. Zusammen mit Literaturdaten, die einen Feuchtetransport aus dem Atlantik seit dem späten Miozän nahelegen, wird daraus auf die Persistenz des monsunalen Klimasystems während des Quartärs geschlossen. Mit dem ersten Langzeitklimaarchiv im südhemisphärischen Teil des Subkontinents wird eine Rekonstruktion der SAMS-Dynamik in Aussicht gestellt für einen Zeitraum, der in Südamerika bislang weitgehend tempus incognitum war.

Publications Copernicus
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