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Volume 61, issue 3
Geogr. Helv., 61, 209–217, 2006
https://doi.org/10.5194/gh-61-209-2006
© Author(s) 2006. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 61, 209–217, 2006
https://doi.org/10.5194/gh-61-209-2006
© Author(s) 2006. This work is distributed under
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  30 Sep 2006

30 Sep 2006

Erfassung von Bodenerosion in der Schweiz : vergleichende Anwendung verschiedener Methoden und Beurteilung ihrer Eignung für den Vollzug der Bodenschutzgesetzgebung

P. Ogermann1, B. Hebel2, V. Prasuhn3, and R. Weisshaidinger1 P. Ogermann et al.
  • 1Geographisches Institut der Universität Basel, Abteilung Physiogeographie und Landschaftsökologie, Klingelbergstrasse 27, 4056 Basel, Schweiz,
  • 2Kanton Thurgau, Amt für Geoinformation - ThurGIS-Zentrum. Schlossmühlestrasse 9, 8510 Frauenfeld, Schweiz
  • 3Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau (FAL), Bereich Gewässerschutz. Reckenholzstrasse 191, 8046 Zürich-Reckenholz, Schweiz

Abstract. In der Schweiz existiert eine umfassende Gesetzgebung für den Schutz der Ackerflächen vor Bodenerosion durch Wasser. Es fehlen aber einheitliche, verbindliche Vorgaben sowie ein für die ganze Schweiz validiertes Verfahren für den Vollzug dieser gesetzlichen Regelungen durch die Kantone. Im Artikel werden unterschiedliche Methoden zur Erfassung der Bodenerosion in zwei Untersuchungsgebieten vergleichend angewendet. Drei angewendete Modellansätze (Allgemeine Bodenabtragsgleichung (ABAG), Erosionsschlüssel, EROSION 3D) berechneten höhere Abtragsraten als über Kartierungen ermittelte. Für den Vollzug der gesetzlichen Vorgaben stellen die Modelle dennoch ein geeignetes Hilfsmittel dar, da alle gemäss Kartierung als kritisch eingestuften Flächen als solche ausgewiesen werden. Die Modelle bestimmen eine potenzielle Erosionsgefährdung der Ackerflächen. Erst nach einer Prüfung durch mehrjährige Kartierung auf den als potenziell gefährdet ausgewiesenen Flächen lassen sich Entscheidungen über gezielte Bodenschutzmassnahmetreffen. Deshalb wird für ein indikatorbasiertes Monitoring im Rahmen des Vollzugs der Bodenschutzgesetzgebung ein kombiniertes, stufenweises Vorgehen aus flächendeckender Modellierung und gezielter Erosionsschadenskartierung empfohlen. Einzugsgebietsabfluss- und Stoffmessungen erweisen sich zusätzlich als geeignetes Instrument, um Boden- und Gewässerschutzaspekte integriert zu betrachten.

Publications Copernicus
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